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Überleben nicht erwünscht

Meine Geschichte
240 Seiten, gebunden
14 x 21 cm
Erscheinungsdatum: 20.03.2017
Bestell-Nr.: 190971
ISBN: 978-3-7655-0971-1
EAN: 9783765509711
2. Auflage

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Karin Bulland wächst in der DDR auf, vom Sozialismus überzeugt. Sie wird eine starke Frau, die zahlreichen Menschen helfen kann. Sie riskiert viel für andere, wird aber schließlich kaltgestellt und mit dem Tod bedroht: Als Gesunde kommt sie in die Zwangspsychiatrie. Durch ein Wunder wird sie gerettet. Nach ihrer Entlassung begegnet ihr Jesus in einer Vision. Diese Erfahrung markiert den Wendepunkt in ihrem Leben. Das Erlebte und ihr Glaube geben ihr heute die Kraft, als Zeitzeugin von einem dunklen Kapitel der Zeitgeschichte zu erzählen.



Das Buch von Karin Bulland: Überleben nicht erwünscht ist auch als E-Book (epub) erhältlich
Überleben nicht erwünscht

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Kundenmeinungen

9 Artikel

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Gott handelt in seiner Liebe und Allmacht Kundenmeinung von H. Leonhäuser Veröffentlicht am 01.08.17
Das Buch gefällt mir sehr gut. Es ist mir Freude und Genugtun, wenn ich lesen kann, wie Gott in seiner Liebe und Allmacht Handelt. Wie er Frau Bulland aus dieser Psychatrie herausgeholt hat, wo sie ermordet werden sollte, und wie er ihr Leben wieder hergestellt hat. "Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und dass sie es zur Genüge haben." so hat Jesus es gesagt. Bei der Gelegenheit, ich denke zurück an die Zeit Anfang der 80-ziger Jahre. Da hatte ich in Frankfurt in einer Teestube mitgeholfen, die Drogenabhängigen Hilfe anbot. Unter den Gästen war auch einer, der psychisch krank war. Er war immer halblaut am schimpfen, aber seine Worte richteten sich an jemand, der gar nicht anwesend war. Als ich ihn einmal fragte, was denn los sei, sagte er mir, dass er in der DDR in einer Klinik behandelt worden sei. "Da haben die Strom dran gemacht, die haben mein Gehirn zerstört, diese Schweine." das war seine Antwort. Damals habe ich das nicht ernst genommen, aber jetzt, wo ich das Buch gelesen habe, da glaube ich, dass die tatsächlich sein Gehirn geschädigt haben.
Eine überzeugte SED Genossin wird zur überzeugten Christinn Kundenmeinung von Gabriele Schröder Veröffentlicht am 01.07.17
Da ich als Christ in der DDR nur 1Jahr älter bin als Karin Bulland konnte ich mich gut einfühlen in ihren Lebensbericht, obwohl mich das Ausmaß der Brutalität, wie selbst eigene Sinnesgenossen behandelt wurden, total erschüttert hat. Das war mir nicht bewußt und ich finde es als unbedingt lesenswert für unsere Generation. Auch wie Fr. B. mit ihrer und ihrer Eltern Vergangenheit "aufgeräumt" hat und so zu einem geheilten Leben fand, ist vorbildlich. Besonders einzigartig empfand ich das Eingreifen Gottes in ihrem Leben und ihr Berichten war für mich sehr glaubwürdig, weil sie es in ihrer einfachen, ehrlichen Art erklärt.

Psychischer Missbrauch unter dem kommunistischen Regime Kundenmeinung von Susanne Veröffentlicht am 16.04.17
Karin Bulland erzählt in diesem Buch aus ihrer Jugend und ihrem Leben in der DDR und im Kampf für den Sozialismus. Lange Zeit ist sie von den Zielen des Systems, in dem sie lebt, überzeugt. Dennoch gerät sie aufgrund von Auflehnung gegen menschenverachtende Praktiken selbst in Konflikt mit einigen Parteifunktionären und landet schließlich in der Psychiatrie. Was sie dort erlebt, ist furchtbar und unmenschlich und hinterlässt tiefe Wunden. Doch sie lernt Jesus kennen und dies verändert ihr Leben noch viel mehr als all die Misshandlungen, die sie während ihres Lebens erleiden musste. Außerdem erkennt sie, dass auch sie selbst nicht nur Opfer eines willkürlichen Systems war, sondern ebenfalls Täter und damit mitverantwortlich für das Leiden vieler anderer Menschen. Konsequent vertritt sie daher in ihrem Buch die Meinung, dass wir alle nicht nur Vergebung gewähren, sondern auch andere selbst um Verzeihung bitten sollten.

Dieses Buch ist sehr angenehm zu lesen. Die Autorin verwendet eine einfache und gut verständliche Sprache, wodurch der Leser leicht Zugang zum Geschehen bekommt. Dabei lässt sie ihn an vielen Episoden ihres Lebens teilhaben, die unglaublich intim und schmerzlich sind. Über solche Themen zu sprechen ist niemals leicht, daher rührt vielleicht auch an einigen Stellen die scheinbar distanzierte Sprache. Vielleicht kann man über solche Dinge nicht anders reden oder schreiben. Gleichzeitig bleibt Karin Bulland auch herzerwärmend ehrlich und direkt in ihren Schilderungen. An vielen Stellen möchte man sie am liebsten einmal in Gedanken in die Arme schließen.

Sie zeichnet hier ein erschreckend unmenschliches Bild der DDR, die wir zwar alle aus dem Geschichtsunterricht zu kennen glauben, die aber für viele aus den nachfolgenden Generationen dennoch fremd bleibt. Es ist scheinbar eine völlig andere Welt mit anderen Regeln, in der dieses Buch spielt. Und sobald man ein bisschen tiefer gräbt, bröckelt die Fassade an allen Ecken. Karin Bulland schildert viele kleine Erlebnisse, die sie ebenfalls entsetzten, es aber nichtsdestotrotz nicht schaffen konnten, das glorreiche Bild des Sozialismus zu entglorifizieren. Korruption, Willkür, Gewalt und Unterdrückung sorgten dafür, dass viele Menschen jeden Tag menschenverachtende Regeln befolgen mussten, um dem Regime nicht gewogene Mitmenschen aus dem Verkehr zu ziehen, und gleichzeitig selbst in der Angst lebten, es könne ihnen eines Tages genauso ergehen. Dennoch ist dies ein erschreckendes Beispiel dafür, wie Gehirnwäsche funktionieren und sich in den Köpfen festsetzen kann. Vieles von dem, was die Autorin hier erzählt, wird gerne unter den Teppich gekehrt. Entweder die Leute wissen es nicht oder sie wollen es nicht wissen. Genau deshalb sind Zeitzeugnisse wie dieses so wichtig. Dazu kommt die sehr persönliche Begegnung mit Jesus, durch welche Karin Bullands Leben sich von Grund auf verändert. Sie erfährt Liebe und Vergebung und ist wahrscheinlich nur deshalb in der Lage, uns daran teilhaben zu lassen. Denn, das ist ihr auch wichtig: Obwohl sie selbst auch ein Opfer des Systems geworden ist, so ist sie selbst doch auch an vielen Menschen schuldig geworden.

Einen kleinen Abzug gibt es von mir, weil die Struktur des Buches sehr verwirrend ist. Im Prinzip wird chronologisch berichtet, dennoch gibt es immer wieder Gedankensprünge, die verwirren. So wird beispielsweise aus der Schulzeit berichtet, und auf einmal befindet sie sich wieder bei ihrer Einschulung. Sie springt immer wieder in der Zeit. Auch ansonsten wiederholt sie sich an mehreren Stellen. Wenn es darum geht, zu sagen, was ihr wichtig ist, hatte ich oft das Gefühl, dasselbe schon einmal oder auch mehrmals gelesen zu haben, nur ein paar Seiten vorher. Auch ist an einigen Stellen der Stil weniger wie der eines Buches sondern es wirkt vielmehr, als würde jemand da sitzen und uns etwas erzählen. Trotzdem insgesamt ein mutiges und lohnenswertes Buch, das zu Herzen geht.
Erschütternd - und doch faszinierend Kundenmeinung von Karl Albietz Veröffentlicht am 05.04.17
Eine schreckliche Kindheit, von der Mutter ständig erniedrigt, bewirkt bei Karin Bulland eine Art Trotzhaltung, die sie zu Höchstleistungen anspornt und ihr schliesslich ein Studium ermöglicht. Sie wird Grundschullehrerin und Heimerzieherin. Ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn macht aus ihr eine starke Helferin, die sich aktiv für Schwache einsetzt, manchmal auch gegen Anordnungen von oben. Wer aber in der DDR nicht stromlinienför-mig im Sinn der Parteileitung funktioniert, lebt gefährlich. Als einfache Bürgerin hat sie gegen die übermächtige Staatsmacht keine Chance. Wer sich zur Wehr setzt, bekommt die negativen Folgen des "Ungehorsams" am eigenen Leib (buchstäblich) zu spüren. Dass sie die Zeit in der Psychiatrie mit ihren Foltermethoden (Elektro-schocks als "Behandlung") grenzt an ein Wunder. Allmählich dämmert ihr: Ich habe überlebt, weil Gott noch etwas mit mir vorhat.
Manches in diesem Buch ist etwas undeutlich geschrieben, vermutlich auch, um Betroffene zu schützen. Manche Zwischentexte muss man selber herausfinden, um die Zusammenhänge zu begreifen. Für mich als Schweizer sind die im Buch geschilderten Zustände in der früheren DDR schlichtweg unverständlich. Man wusste zwar um das Unrechtsregime, aber es war weit weg und wurde als innerdeutsches Problem betrachtet.
Völlig fasziniert hat mich an dem Buch, wie eine Frau, die in der DDR völlig a-religiös erzogen worden war, noch nie eine Bibel gesehen und keine Ahnung von Gott, geschweige denn von Jesus Christus hatte, zum Glauben fand. Eigentlich hätte sie längst tot sein sollen. Als Wrack, körperlich massiv beschädigt, 100% invalid, verlässt sie die Psychiatrische Klinik. Weil das Leben so sinnlos geworden ist, unternimmt sie einen Suizidversuch nach dem anderen - und darf doch nicht sterben. Ein erstes Wunder macht sie auf eine höhere Macht aufmerksam, die über ihrem Leben wacht: Sie wird von den Schäden, die ihr die mörderische Behandlung in der Psychiatrie zugefügt hatte, geheilt.
Köstlich ist die Passage, als Karin Bulland zum ersten Mal – ohne Anleitung – versucht, die Bibel zu lesen. Für einen Insider der christlichen Szene kaum nachvollziehbar, aber aufschlussreich und originell. Sie muss die für sie fremde Sprache der Bibel und der Christen erst lernen. Originell schildert sie auch, wie sie den allerersten Gottesdienst ihres Lebens erlebt – ohne jede Ahnung wie man sich verhalten muss, ohne in ein Fettnäpfchen zu treten...
Durch eine Bekannte findet sie Kontakt zu einer charismatischen Gemeinde in der ex-DDR und fühlt sich von Anfang an wohl und angenommen. Nach den ersten Heilungswundern braucht sie aber viel Geduld, um all die Defizite ihres Lebens zu entdecken und zu überwinden. Aber sie macht Fortschritte und wird schliesslich zur gefragten Referentin.
Eine neue Dimension wie Jesus Menschen rettet Kundenmeinung von Johanna Holzhey Veröffentlicht am 08.03.17
Als ich das Buch las, fiel es mir zunächst schwer, die Ereignisse zeitlich und sozial in Einklang zu bringen. Ich hatte mir das Buch gekauft, weil die Mutter meiner Schulfreundin ein ähnliches Schicksal erlebte. Nur mit dem Unterschied, dass ihr Leben in einer "Selbsttötung "endete.
Deshalb wurde mir der Inhalt seit den Ereignissen im Zusammenhang mit den psychiatrischen Behandlungen umso nachvollziehbarer.
Auch die Erlebnisse um und mit Jesus erfüllen mich für Frau Bulland mit großer Dankbarkeit. Es zeigt mir wie Jesus um jeden einzelnen Menschen kämpft.
Für mich ist es eine neue Sprache der Bibel in der Gegenwart. Damit wird Reich Gottes gebaut.
Ich wünsche Frau Bulland und all den anderen, die noch am Anfang ihres Weges mit Jesus stehen, Gottes Segen.
Dieses Buch zeigt auf ergreifende Weise, wie Gott durch alles Leid hindurch sich als liebender Vater nach den Menschen ausstreckt, sie schützt und letztendlich errettet. Es bringt mir eine Frau nahe, die trotz schlimmer Vorraussetzungen im Leben für ihre Kundenmeinung von Simeon Rau Veröffentlicht am 10.02.17
Schon beim Lesen der ersten Seiten drängt sich mir eine Frage auf: Wer ist diese Frau? Was hat sie für Begabungen? Was ist Ihre Berufung?
Zumindest hat der Feind ihr ganzes Leben lang versucht, sie zu zerstören.
Das Buch liefert sehr interessante Einblicke in das Leben in der DDR.
Unvorstellbares Unrecht zog sich durch alle Bereiche und Schichten.
Beschönigende Gedanken von den "guten alten Zeiten" finden hier ein Ende.
Es gibt viele Gründe dieses Buch zu lesen. Deshalb empfehle ich es Jedem.
Erschütternd und schockierend Kundenmeinung von Kirschbluetensommer Veröffentlicht am 26.01.17
Karin Bulland war überzeugt vom Sozialismus. Marx und Lenin bestimmen ihr Denken. Durch verschiedene Ereignisse wird die Stasi auf sie aufmerksam und sie landet als Gesunde in der Psychiatrie. Dort soll sie gebrochen werden. Nach vielen Jahren kann sie aus der Psychiatrie gerettet werden, aber sie ist nun schwer traumatisiert und psychisch krank. Da begegnet sie Jesus und das verändert ihr Leben.

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Die Autobiografie der Karin Bulland berührt und lässt den Leser nicht kalt. Unvorstellbar sind für mich als im Westen aufgewachsenem Kind die Zustände der Kinderheime in der ehemaligen DDR, sowie die Folter in der psychiatrischen Klinik.

Es ist ein Wunder, dass Karin Bulland all das überlebt hat - die Ablehnung durch ihre Eltern, die Erlebnisse in der Psychiatrie uvm. Diese Erlebnisse schockieren den Leser und lassen ihn nicht kalt. Die Begegnung mit Jesus wirkt heilend auf Karin Bulland und es hat mich sehr gefreut, dass sie Jesus fand.

Allerdings kann ich so nicht alles teilen, was sie in ihrer charismatischen Kirche erlebt. Manches wirkte doch sehr befremdlich auf mich, weil ich es nicht so aus meiner christlichen Umgebung kenne. Und es kam mir durchaus der Gedanke, ob nicht gerade ihre Geschichte dazu beigetragen hat, dass sie so stark auf die übernatürlichen Phänomene der Charismatiker reagiert.

Auch manches Gedankengut - wie bspw. dass eine Art "Fluch" auf der dritten und vierten Generation nach dem 2. Weltkrieg lastet und dass man sich von der Vorvergangenheit der vorherigen Generationen lösen und lossagen muss - wirkte auf mich befremdlich. Sicherlich weiß man heute, dass sich psychische Probleme "vererben", wenn sie nicht therapiert werden, allerdings frage ich mich schon, ob das auch auf das Thema Schuld übertragen lässt.

Das Buch berührt, schockiert und lässt mich nicht los. Da ich aber doch nicht alles Gesagte so teilen kann und manche Erlebnisse - gerade im Geistlichen - eher bedenklich empfinde, vergebe ich dem Buch 4 Sterne.
Ein sehr erschütternder Zeitzeugenbericht Kundenmeinung von Simone Janoschke Veröffentlicht am 13.01.17
Über die Zustände in der Psychiatrie zu DDR Zeiten ist nur sehr wenig bekannt. Denn nur wenige kamen wieder lebend aus ihr heraus. Die meisten waren danach gezeichnet für ihr Leben und schwiegen. Doch Karin Bulland bricht mit ihrem Buch „Überleben nicht erwünscht“ ihr Schweigen und erzählt wie es ihr ergangen ist und wie sie es geschafft hat, aus dieser Maschinerie wieder herauszukommen.

Karin wird als drittes Kind 1954 in der DDR geboren, entstanden durch einen Seitensprung der Mutter, ist sie nicht erwünscht und das sagt ihre Mutter ihr auch immer wieder. Sie erfährt zuhause keine Liebe und Unterstützung, umso mehr Halt findet sie im Sport und bei ihren Trainern. Sie wird Heimerzieherin und sieht auch dort, wie wenig diese Kinder wert sind. Sie werden als Ware gehandelt und wurde oft einfach ihren Eltern weggenommen, weil diese nicht staatskonform waren. Karin ist dem DDR System treu ergeben, Marx ist ihr Gott, dennoch ist sie oft zu ehrlich. Das wird ihr zum Verhängnis als sie nicht das tut, was die Partei von ihr möchte und so kommt sie, ohne zu wissen warum, in die Psychiatrie und wird mit Medikamenten vollgepumpt. Wenn man einmal da war, ist es leicht, immer wieder Gründe zu finden um wieder in die Psychiatrie zu kommen. Sie wird gefoltert und weiß nichts mehr, schläft tage- und wochenlang nur. Als sie nach einem Aufenthalt nicht mehr weiter weiß, begegnet ihr Jesus und sie findet endlich die Liebe die sie ein Leben lang gesucht hat.

Dieses Buch lässt den Leser sprachlos zurück. Selbst in der DDR aufgewachsen, wusste ich, dass vor allem Christen der Willkür der Staatsführung und der Partei ausgesetzt waren und nicht selten im Gefängnis gelandet sind. Dass aber auch treue Staatsbürger so behandelt wurden, das war mir neu und ich war sehr erschüttert. Sehr genau berichtet Karin Bulland, was passiert, wenn man nicht die Meinung der Partei hat und dieser folgt. Anfangs war ich natürlich auch von den Eltern erschüttert – wie kann man so mit einem Kind umgehen? Ihr immer wieder zu sagen, dass sie unerwünscht ist, das hinterlässt zwangsläufig Spuren. Auch die Behandlung der Kinder in den Heimen damals war lieblos und hart. Ein Erzieher war für so viele Kinder zuständig, dass er gar nicht die Zeit hatte, sich jedem zu widmen, das war auch nicht erwünscht.

Karin Bulland öffnet hier eine Tür, die lange geschlossen war. Niemand redete darüber, auch nicht als es die DDR nicht mehr gab. Doch es existieren immer noch Akten, in denen genau dokumentiert wurde, was gemacht wurde, auch wenn es schwer ist, diese aufzustöbern. Vielleicht kann dieses Buch auch anderen Betroffenen helfen, ihre Würde wieder zu finden und nicht mehr darüber zu schweigen.

Dass die Autorin Jesus gefunden hat, das hat mich sehr gefreut. Allerdings fand ich einige Dinge, die sie schrieb sehr merkwürdig und für mich zu „abgefahren“. Ich will damit nicht sagen, dass dies so nicht passiert ist, aber wenn die Mutter vor ihrem Tod im Bett schwebt und mal eben Dämonen auftauchen und ausgetrieben werden, dann sollte man es entweder nicht im Buch erwähnen oder genauer beleuchten. Denn sonst bleibt der Leser doch etwas ratlos zurück. Dass Karin Bulland eine charismatische Gemeinde gefunden hat, das ist sehr offensichtlich und nicht jeder findet es normal, wenn beim Beten Menschen umfallen oder wie in Trance sind. Deshalb kann ich hier nur 4 Sterne geben. Trotzdem hat es mich sehr beeindruckt, dass sie sogar ihren Eltern und ihren „Feinden“ vergeben hat, auch wenn es bis dahin ein langer Weg war.

Ein Buch, was noch lange im Gedächtnis bleibt und jeder lesen sollte, der denkt, dass es sowas in der DDR nicht gab.
Jeder Gläubige hat seine ganz eigenen Geschichten mit Jesus erlebt. Kundenmeinung von Christian Döring Veröffentlicht am 24.10.16
Drei Sterne = nicht schlecht,

wem dies zu wenig erscheint,

der lese bitte meine Rezension:

Karin Bulland wurde 1954 in der DDR geboren. Sie wird Mitglied der SED, glaubt an den Sozialismus und arbeitet sich hoch bis zur Kreisverwaltung. Im Laufe der Jahre jedoch bekommt sie immer mehr Zweifel, ob dieses System wirklich hält, was es verspricht - einzutreten für die Interessen der Arbeiter und Bauern.

Dann wird es interessant. In nüchternem Ton beschreibt die Autorin was ihr widerfahren ist und selbst mir, der ich die DDR Zeit als Christ erlebt habe, sträuben sich nachträglich noch die Haare, wenn ich erfahre wie menschenverachtend die DDR mit unliebsamen Menschen umgegangen ist. Psychiatrie, geschlossene Anstalt, Zerstören der Familie sind nur einige der Stationen.

Was mich beim lesen stört: Karin Bulland springt in ihren Bezeichnungen der Gesellschaftssysteme ständig hin und her. So schreibt sie bspw. "... wir Kinder im Kommunismus ..." (S.29), dann lebt sie zwischendurch sporadisch immer wieder mal im Sozialismus (S. 49, 63, 87, 117, 123). Die Autorin jedoch kann niemals im Kommunismus gelebt haben, weil diese Gesellschaftsform bislang nie existiert hat. Die Gesellschaftsform in der DDR wurde von den Mächtigen als der real existierende Sozialismus bezeichnet. Der Kommunismus wäre die nächst höhere Gesellschaftsform gewesen, in der es keine Klassenunterschiede gegeben hätte. Wie gesagt, hätte! Er war nur Vision, bis heute hat es ihn nie gegeben. Dem einen oder anderen mögen diese Bezeichnungen in der Geschichte der Karin Bulland nicht so wichtig erscheinen, ich glaube aber, dass wir es den Nachgeborenen schuldig sind, die genauen Bezeichnungen zu verwenden. Immerhin handelt es sich um völlig verschiedene Gesellschaftsmodelle.

Mit der Wende von 1989, die Autorin ist ein gesundheitliches Wrack, findet sie Zugang zum christlichen Glauben, trifft persönlich Jesus und erlebt Wunderheilung. Sie kommt in eine Gemeinde, in der Zungenreden praktiziert wird.

Die beinahe inflationär auftretende Ansammlung von Wundern, lässt meine anfängliche Begeisterung ein wenig absinken, aber ich bin nicht berechtigt, diese anzuzweifeln. Jeder Gläubige hat seine ganz eigenen Geschichten mit Jesus erlebt.

Nicht glauben kann ich jedoch solche Wundergeschichten wie sie die Autorin über den Tod der Mutter berichtet oder über die 1000 DM die sie nicht auf ihrem Konto hat, am nächsten Tag sich aber völlig unerwartet ihre Tochter meldet und ihr verkündet: Ich habe dir gerade 1000 DM auf dein Konto überwiesen.

Das sind mir ein paar Wunder zu viel und automatisch werde ich misstrauisch, aber ich habe mit den Jahrzehnten gelernt, nicht alles lässt sich beweisen auch deshalb hat jeder das Recht seine Lebensgeschichte aus seiner Sicht heraus zu erzählen!

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