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Messias Jesus

Seine Geschichte, seine Botschaft und ihre Überlieferung
560 Seiten, gebunden
17 x 24 cm
Erscheinungsdatum: 13.12.2019
Bestell-Nr.: 229410
ISBN: 978-3-7655-9410-6
EAN: 9783765594106
1. Auflage

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Mit der Person des Jesus von Nazareth steht und fällt das Christentum. Aus diesem Grund sind Jesus-Bücher Bestseller und zu den großen christlichen Festen erscheinen regelmäßig groß aufgemachte, angebliche Enthüllungsgeschichten über Jesus.
Will man dem Leben von Jesus wissenschaftlich auf die Spur kommen, so entscheidet sich alles daran, ob man die antiken Quellen über ihn, allen voran die vier neutestamentlichen Evangelien, als historisch zuverlässige Zeugnisse ansehen kann.
Rainer Riesner begründet, warum die vier Evangelien aufgrund ihrer Entstehung und im Vergleich mit anderen Quellen Vertrauen verdienen. Es sind nicht bloß einige Erinnerungssplitter erhalten geblieben, sondern eine Gesamtdarstellung des Auftretens und der Botschaft von Jesus ist möglich.
Auf dem Hintergrund der Messias-Hoffnungen im Alten Testament und im Frühjudentum werden die Herkunft, die Berufung, das Wirken und die Lehre von Jesus dargestellt. Besondere Aufmerksamkeit erhalten dabei die beiden Gerichtsprozesse sowie die Auferstehung als historisches Ereignis. Ein Überblick über die Quellen, die von Jesus handeln, und über ihre wissenschaftliche Erforschung runden die Darstellung ab.
Messias Jesus

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Messias Jesus Kundenmeinung von Henrik Mohn - Schriftleiter der Zeitschrift "Glaube und Erziehung" Veröffentlicht am 16.04.20
"Aus der Wurzel des Glaubens wächst die Frucht der Freude.“, äußerte der Baptistenprediger Charles H. Spurgeon. Ein Grund zur Freude bietet das neue Jesus-Buch des emeritierten Professors Dr. Rainer Riesner. Er war bis 2013 Professor für Neues Testament am Institut für evangelische Th eologie der TU Dortmund. Neben der Leitung eines Doktoranden- und Habilitanden-Kolloquiums lehrt er am Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen.
Als Mann vom Fach nimmt er in „Messias Jesus. Seine Geschichte, seine Botschaft und ihre Überlieferung“ den Leser mit in die aktuelle Jesus-Forschung hinein, um aufzuzeigen, dass es „historisch möglich ist zu wissen, wer Jesus war und was er wollte“ (S. 478). Riesner verfolgt bei der Darbietung der Forschungsergebnisse den religionsgeschichtlichen Ansatz, dass die „prophetische Hoff nung des Volkes Israel […] ein entscheidender Schlüssel zum Verstehen von Jesus [ist], [da] er diese Erwartung in seiner Verkündigung und in seinem Handeln aufgenommen hat“ (vgl. Einführung). Neben einer Vielzahl an Aussprüchen Jesu werden Ergebnisse der Archäologie und Geografi e, die für das Verständnis des Auftretens Jesu bedeutsam sind, in die Ausführungen mit aufgenommen und stärker berücksichtigt, als dies in neuerer Zeit schon geschieht. Hinzu kommt, dass Riesner Forschungsergebnisse moderner evangelikaler Forscher, katholischer Exegeten und älterer deutscher Ausleger in sein Werk integriert. So wird der Leser anhand von übersichtlichen, kompakten und strukturierten Kapiteln mit in die Geschichte und Botschaft Jesu hineingenommen. Es werden dabei nicht nur Theologen angesprochen, sondern auch interessierte Nichttheologen, „die sich nicht mit sensationalistischen oder wenig begründeten populären Darstellungen zufriedengeben wollen“ (vgl. Einführung). Nachdem die jüdische Hoff nung auf den „Gesalbten“ anhand der Prophetie sowie außerbiblischen Erzeugnissen aufgezeigt wurde, beleuchtet Riesner in den weiteren 13 Kapiteln Schlaglichter aus dem Lebensweg Jesu. Dabei heben die Ausführungen die Bedeutung der Messianität Jesu im Kontext seines Lebens hervor. So werden zunächst die Herkunft, Berufung und Anfänge näher betrachtet. Daran schließen sich Kapitel zur Gottesherrschaft sowie Gottesfamilie und Gotteswille an. Im Kapitel über den Schülerkreis Jesu erfährt der Leser, dass ein Kreis von Jüngern zur damaligen Zeit nichts Besonderes war. Aber, „der Ausspruch „Jesus nachfolgen“ kommt ausschließlich in den vier Evangelien vor und bedeutet dort an vielen Stellen etwas sehr Spezifi sches“ (vgl. S. 211). Daran schließen sich vier weitere Stationen an, die immer wieder auch den synoptischen Vergleich suchen und das Auftreten des Messias beleuchten. Die dabei aufgezeigten Querverweise heben die Zusammengehörigkeit der Bibel als Wort Gottes hervor. So fällt in der Besprechung des bekanntesten Gebets der Welt, dem Vater Unser, auf, „dass Jesus im Psalter als dem „Gebetsbuch“ des Alten Testaments gelebt hat“ (S. 224). Nicht nur in den Gebeten, sondern auch in der Prophetie spielte der Messias eine tragende Rolle. Von großer Bedeutung ist dabei der leidende Gottesknecht aus Jesaja 53. „Der große Alttestamentler Franz Delitsch hat dafür ein eindrucksvolles Bild von einer Pyramide geprägt: Israel als Ganzes bildet die Basis, das geistliche Israel die mittleren Lagen und der Gottesknecht schließlich die Spitze“ (S. 267). Solche und weitere Bezüge lassen den Leser immer wieder auf Perlen der Forschungsgeschichte stoßen. Das gelingt Riesner auch in den letzten vier Kapiteln, die den Blick auf die Ereignisse in Jerusalem (Prozess, Kreuzigung, Auferstehung) richten. Gerade das Auferstehungskapitel greift die bekannten Debatten um die Infragestellung auf. Wertvoll und bereichernd ist, dass Riesner immer wieder den ehemaligen Papst Benedikt zu Wort kommen lässt. „Nur wenn Jesus auferstanden ist, ist wirklich Neues geschehen, das die Welt und die Situation des Menschen verändert […] Die Auferstehung Jesu führt über die Geschichte hinaus, aber sie hat eine Fußspur in der Geschichte hinterlassen“ (S. 398 u. 400). In den beiden abschließenden Kapiteln thematisiert Riesner die Überlieferung und Erforschung der vier Evangelien. Das Anliegen, Vertrauen in Gottes Wort zu erlangen, ist dem Verfasser in jedem Kapitel abzuspüren, da er die Glaubwürdigkeit der vier Evangelien als verlässliche Quelle aufzeigt. Insgesamt vermeidet es der Autor sich selbst in den Vordergrund zu stellen, obwohl er nicht verheimlicht, dass er glaubender Christ und evangelischer Theologe ist. Vordergründig geht es ihm aber darum, „möglichst eng den Quellen zu folgen und die besten Erträge der historischen und exegetischen Forschung einzubringen“ (S. 481). Beim Lesen jedes einzelnen Kapitels wird deutlich, welch intensive Forschungsbegeisterung, aber auch persönliche Glaubensfaszination die Person Jesu für Riesner besitzt. Dem Leser kommt dies zugute, da immer wieder über die reine wissenschaftliche Darstellung hinausgegangen und der christliche Glaube miteinbezogen wird. So werden die Ausführungen zur Gottesherrschaft den Horizont des Lesers – egal welcher Denomination oder Konfession er sich zugehörig fühlt – für AHA-Effekte sorgen. „Hinter den verschiedenen Übersetzungen steht die Frage, ob der Begriff basileia tou theou eher statisch zu verstehen ist und vor allem einen Raum/Bereich meint, dann eher „Reich Gottes“, oder dynamisch als ein Geschehen aufgefasst werden sollte, dann eher „Herrschaft Gottes“ (S. 140). Insgesamt gelingt es Rainer Riesner, die Frucht der wissenschaftlichen Forschung in die Wurzel des christlichen Glaubens einzuarbeiten, weil er auf dem Hintergrund der Messias-Hoffnungen aufzeigt, dass die Evangelien nicht bloße „Erinnerungssplitter“ enthalten, sondern zuverlässige und gesicherte Informationen vorweisen. Das Werk ist von größter Bedeutsamkeit, da es einen Gegenpol zur aktuellen Debatte in der Theologie bildet. Aufgrund seiner guten Lesbarkeit und seines hohen inhaltlichen Gehaltes ist das Buch nicht nur für Theologiestudenten, sondern vor allem auch Personen in kirchlicher oder gemeindlicher Funktion (Predigtdienst, Gemeindeleitung, usw.) sowie Interessierte eine wahre Fundgrube an Erkenntnissen und Wahrheiten, die die Jesus-Forschung in den letzten Jahren hervorgebracht hat.

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