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Mein Herz hört deine Worte

384 Seiten, gebunden
14 x 21 cm
Erscheinungsdatum: 05.08.2019
Bestell-Nr.: 190718
ISBN: 978-3-7655-0718-2
EAN: 9783765507182
1. Auflage

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Eine Liebes-Geschichte mit einem Hauch Spannung - der neue historische Liebes-Roman der preisgekrönten Autorin Joanne Bischof. So bezaubernd und unkonventionell wie schon lange kein Buch mehr.

Als Ava im Sommer 1890 die Apfelplantage der Familie Norgaard in Virginia erreicht, ist sie geschockt: Die drei "Jungen", um die sie sich kümmern soll, sind bereits ausgewachsene Männer. Völlig mittellos sieht Ava nun einer ungewissen Zukunft entgegen. Jorgan, Haakon und Thor nehmen sie zwar herzlich auf, aber gerade der gehörlose Thor, der so laut und ungestüm wirkt, schüchtert Ava anfangs sehr ein. Auch scheint er gegen seine ganz eigenen Schatten anzukämpfen. Doch dann ist die Zukunft der Apfelplantage in Gefahr, und während sie sich Seite an Seite für deren Erhalt einsetzen, entsteht in Avas Herzen Zuneigung für den besonderen jungen Mann. Und sie entdeckt, dass man für die Sprache der Liebe keine hörbaren Worte braucht ...

Stimmen zum Buch:
Auch das neue Buch "Mein Herz hört deine Worte" von Autorin Joanne Bischof ist mit seiner wunderschön geschriebenen, herzergreifenden Erzählung alles andere als eine Enttäuschung. Bischofs poetischer Stil ist eingewebt in eine Geschichte mit authentischen Glaubenserlebnissen und einzigartigen Charakteren, die man so schnell nicht vergisst. Dieses Buch wird ganz schnell zum Liebling der Leser historischer Liebesromane avancieren!
Elisabeth Byler Younts

"Mein Herz hört deine Worte" ist ein stilles Juwel unter den historischen Liebesromanen. Erfrischend echt und ehrlich, wenn es um die Darstellung der Charktere geht, die zwar ihre Fehler haben, aber dennoch so liebenswert sind, dass der Leser sie immer wiedertreffen möchte.
Lesermeinung
Mein Herz hört deine Worte

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Kundenmeinungen

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Mein Herz hört deine Worte Kundenmeinung von Euridike Veröffentlicht am 27.08.19
Klappentext:

Eine Liebes-Geschichte mit einem Hauch Spannung – der neue historische Liebes-Roman der preisgekrönten Autorin Joanne Bischof. So bezaubernd und unkonventionell wie schon lange kein Buch mehr.

Meine Meinung:

Dieser Klappentext stimmt, wie schon lange keiner mehr.
Besser könnte man dieses Buch nicht beschreiben.
Eine hauchzarte Liebesgeschichte kombiniert mit einer Auswanderersaga über drei norwegische Brüder in Amerika.
Einer davon ist der ungewöhnliche, aber unheimlich sympathische Held dieser Geschichte, der für seine Liebe bereit ist, über seinen eigenen Schatten zu springen und ein komplett neues Leben zu beginnen.

Zeitweise wird es auch noch richtig spannend, jedoch im genau richtigen Verhältnis zur Liebesgeschichte, damit dieses Hauchzarte und Besondere erhalten bleibt.

Fazit:

Ein schönes Gesamtpaket, das Cover, der Klappentext passen genau um Inhalt des Buches, welches ich nur empfehlen kann.
Berührender, herzergreifender historischer Liebesroman Kundenmeinung von Ellysetta_Rain Veröffentlicht am 27.08.19
Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Eine Liebes-Geschichte mit einem Hauch Spannung – der neue historische LiebesRoman der preisgekrönten Autorin Joanne Bischof. So bezaubernd und unkonventionell wie schon lange kein Buch mehr.
Als Ava im Sommer 1890 die Apfelplantage der Familie Norgaard in Virginia erreicht, ist sie geschockt: Die drei „Jungen“, um die sie sich kümmern soll, sind bereits ausgewachsene Männer. Völlig mittellos sieht Ava nun einer ungewissen Zukunft entgegen. Jorgan, Haakon und Thor nehmen sie zwar herzlich auf, aber gerade der gehörlose Thor, der so laut und ungestüm wirkt, schüchtert Ava anfangs sehr ein. Auch scheint er gegen seine ganz eigenen Schatten anzukämpfen. Doch dann ist die Zukunft der Apfelplantage in Gefahr, und während sie sich Seite an Seite für deren Erhalt einsetzen, entsteht in Avas Herzen Zuneigung für den besonderen jungen Mann. Und sie entdeckt, dass man für die Sprache der Liebe keine hörbaren Worte braucht…

Meinung:
Der sehr bildhafte und fesselnde Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist zum größten Teil aus der dritten ErzählPerspektive von Ava geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Aber auch Thor (und am Ende ein weiterer Charakter) kommt zu Wort.
Die authentischen und sympathischen Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt und beschrieben worden, so dass ich nicht anders konnte, als mit ihnen mitzufühlen, mitzufiebern und mitzuleiden. Auch die Nebencharaktere sind sehr gut dargestellt worden, so dass man sie sich und ihre unterschiedlichen, charakterlichen Eigenschaften sehr gut vorstellen konnte.
Was für eine berührende und herzergreifende Geschichte, der ich mit meinen Worten einfach nicht gerecht werden kann. Mehr als gekonnt lässt einen die Autorin mit den Charakteren mitfühlen, die ihre Ecken und Kanten und mit ihren Dämonen zu kämpfen haben, man ist mittendrin dabei und hat die Umgebung und die Personen förmlich vor Augen. Authentisch und gefühlvoll werden die Schwierigkeiten, mit denen Thor aufgrund seiner Gehörlosigkeit konfrontiert ist, dargestellt und beschrieben, aber auch seine Einsamkeit und Verzweiflung, wenn man ihn und seine Worte nicht hören kann. Aber auch seine Sucht und die Folgen für ihn und seine Umgebung sind authentisch dargestellt.
Ava hatte es bisher alles andere als leicht in ihrem Leben und nach dem Tod ihres Mannes ist dessen Familie ihre letzte Zufluchtsmöglichkeit. Die sehr zarte und langsame Annäherung von ihr und Thor ist äußerst gefühlvoll und berührend dargestellt worden, so dass einem das Herz dabei aufgeht und man ein glückliches Lächeln im Gesicht bei den gemeinsamen Szenen der beiden hat. Auch wie aufmerksam er ihr gegenüber ist, fand ich wunderschön. Doch neben der Liebesgeschichte behand Themen wie Gehörlosigkeit, Sucht, Rassismus, Gewalt, ruderzwist, Trauer und Verlust.
Für diese berührende und zu Herzen gehende Liebesgeschichte kann ich nur 5 von 5 Sternen vergeben (würde aber gerne mehr geben) und kann sie allen empfehlen, die historische Romane oder Liebesgeschichten mit authentischen Charakteren, die sich langsam näher kommen, lieben. Ich habe definitiv eine neue Lieblingsautorin für mich entdeckt. Zum Glück gibt es im Original bereits einen zweiten Teil der Reihe, der dann hoffentlich auch übersetzt wird.

Fazit:
Eine berührende und zu Herzen gehende Liebesgeschichte mit authentischen und sympathischen Charakteren, die alle mit ihren Dämonen zu kämpfen haben. Ganz klare Empfehlung für dieses Herzensbuch!
Feinfühlig & herzergreifend!! Kundenmeinung von S. Degenhardt / Smilla507 Veröffentlicht am 13.08.19
„Nimm dir nur zehn Minuten Zeit, um Thor Norgaard kennzulernen und du wirst vergessen, dass er stumm is‘. Du wirst Dinge lernen und hören, die andere Menschen nicht einmal auszusprechen wissen.“ (Cora)

Die 21-jährige Ava hat eine lange Reise und ein bewegtes Leben hinter sich, als sie im August 1890 in den Blackbird Mountains eintrifft. Auf Einladung von Tante Dorothee hat sie den Weg angetreten, in der Hoffnung, den elternlosen Jungen der Norgaard-Farm helfen zu können. Doch kaum auf der Farm eingetroffen, sieht sich Ava nicht mit 3 kleinen Jungen konfrontiert, sondern 3 erwachsenen, starken Männern mit norwegischen Wurzeln. Und Tante Dorothee ist in der Zwischenzeit verstorben. Was nun? Da sie nicht weiß, wo sie sonst bleiben kann, bleibt die junge Witwe erst einmal auf der Norgaard-Farm und fügt sich in den Alltag der Obstplantage ein.

Jorgan, Thor und Haakon führen die Farm gemeinsam und leben hauptsächlich von den Schnäpsen und anderen Spirituosen, die der gehörlose Thor mit viel Leidenschaft brennt. Davon lässt es sich sehr gut leben, da sie sich in der Umgebung größter Beliebtheit erfreuen. Ava ist das jedoch nicht geheuer, da sie ihren ersten Ehemann nach kurzer Ehe an den Alkohol verloren hat. Trotz dieser großen Hürde und der Rauheit der Männer knüpft sich ein zartes Band zwischen Ava und Thor. Aber auch der fast gleichaltrige Haakon ist sehr interessiert an der jungen Frau.

Es gibt nur wenige Autoren, die mit feinem Gespür eine so tiefgreifende Geschichte schreiben können, dass ich von den Haarspitzen bis zu den Zehen Gänsehaut bekomme! Joanne Bischof kann das und hat mich wieder einmal total verzaubert mit einer wunderschönen Liebesgeschichte!

Das anstrengende, harte Farmleben, die norwegischen Wurzeln, Alkoholismus und seine Auswirkungen und nicht zuletzt die Gehörlosigkeit Thors machen diesen historischen Roman so einzigartig. Obwohl Thor nicht mit seiner Stimme reden kann, verleiht die Autorin ihm eine Stimme. Sie gibt ihm eigene Erzählstränge und »übersetzt« seine Gebärden - wie sie das hinbekommt, finde ich sehr gelungen. Oft springen z.B. seine Brüder oder die Haushältern Ida ein. Ida ist sehr weise und hält den ganzen Haufen zusammen, gibt Rat und erzählt von Gott.

Die Vergangenheit Avas, Thors und Haakons kommt Stück für Stück ans Tageslicht und Zwistigkeiten, die das Zusammenleben zu einer Herausforderung werden lassen.
Das Setting ist zwar auf den erweiterten Radius der Farm beschränkt, dennoch erfährt man ganz nebenbei viel über das damalige Leben. Verletzliche Romanfiguren und das Zwischenmenschliche machen diesen Roman so fesselnd, dass ich ihn sehr schnell durchgelesen hatte.

Für mich rangiert Joanne Bischof ganz weit oben auf der Liste meiner Lieblingsautorinnen und kann sich mit Francine Rivers und Lynn Austin messen. Ich freue mich schon wahnsinnig auf den zweiten Teil der Dilogie (und bitte macht nicht denselben Fehler wie ich, den englischen Klappentext davon zu lesen)!
Historischer Roman mit Suchtfaktor Kundenmeinung von Abbi Veröffentlicht am 06.08.19
Mein Herz hört deine Worte von Joanne Bischof. Ein mitreißender Roman welcher im 19 Jahrhundert in Virginia spielt. Ava, die alles verloren hat macht sich auf den Weg zur Apfelplantage nach Virginia. Dort will sie ein neues Leben beginnen. Ihre Arbeit soll darin bestehen auf drei Jungs aufzupassen. Dort angekommen merkt sie das die drei Jungs schon erwachsen sind. Tante Dorothe, welche sie auf die Plantage eingeladen hat ist derweil verstorben. Langsam lernt Ava die Jungs kennen. Jeder von ihnen ist einzigartig und hat mit seinen Problemen zu kämpfen welche im Laufe des Romans immer mehr zu Tage treten. Sich mit Thor zu unterhalten ist eine besondere Herausforderung. Da Thor hörgeschädigt ist. Wird Ava hier ein Zuhause finden ? Lest selbst.
Meine Meinung zu diesem Roman:
Flüssiger Schreibstil, großer Spannungsbogen, sehr gut recherchiert. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Es war schwer das Buch aus der Hand zu legen. Das Buch einzusortieren ist schwer. Wo passt es hin ? Es ist Geschichte vom 19 Jahrhundert, es ist eine Romanze, es ist Erklärung wie damals Gehörgeschädigte gelebt haben, es Mut und Glaube. Für mich war es wunderbar. Daher vergebe ich fünf Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.
Berührende Liebesgeschichte Kundenmeinung von Victoria S Veröffentlicht am 26.07.19
Klappentext:
Eine Liebes-Geschichte mit einem Hauch Spannung – der neue historische Liebes-Roman der preisgekrönten Autorin Joanne Bischof. So bezaubernd und unkonventionell wie schon lange kein Buch mehr.

Meine Meinung:
Dieser Klappentext stimmt, wie schon lange keiner mehr.
Besser könnte man dieses Buch nicht beschreiben.
Eine hauchzarte Liebesgeschichte kombiniert mit einer Auswanderersaga über drei norwegische Brüder in Amerika.
Einer davon ist der ungewöhnliche, aber unheimlich sympathische Held dieser Geschichte, der für seine Liebe bereit ist, über seinen eigenen Schatten zu springen und ein komplett neues Leben zu beginnen.

Zeitweise wird es auch noch richtig spannend, jedoch im genau richtigen Verhältnis zur Liebesgeschichte, damit dieses Hauchzarte und Besondere erhalten bleibt.

Fazit:
Ein schönes Gesamtpaket, das Cover, der Klappentext passen genau zum Inhalt des Buches, welches ich nur empfehlen kann.
Aufbruch in eine neue Welt oder ein Herz beginnt zu hören Kundenmeinung von Cornelia B. - Lesestern Veröffentlicht am 26.07.19
Der erste Band einer neuen Romanreihe von Joanne Bischof über die Norgaard Brüder wird im August 2019 erstmals in deutscher Übersetzung im Brunnen Verlag erscheinen.

Nach dem Tod ihres Mannes Benn bricht die in Norwegen lebende junge Witwe Ava auf, um ein neues Leben zu beginnen.
Völlig ahnungs- und mittellos nimmt sie die Einladung einer Cousine
ihres verstorbenen Mannes an, sich um ihre Neffen zu kümmern und
begibt sich auf die weite Reise nach Virginia, den Blackbird Mountains.
Bei ihrer Ankunft erwartet sie allerdings eine Überraschung. Die drei Brüder: Jorgan, Thor und Hakoon sind bereits erwachsene junge Männer und die ihr durch den freundschaftlichen Briefwechsel lieb gewordene Großtante Dorothee ist zwischenzeitlich verstorben.

Ganz langsam findet sie den Zugang in diese außergewöhnliche Noorgard Familie, zu der auch die mütterliche afrikanische Haushälterin Ida nebst ihrer Schwester und deren Familie gehört.

Besonders Thor mit seiner Gehörlosigkeit und seinen persönlichen Problemen wird für Ava zu einer großen Herausforderung und es braucht besondere Achtsamkeit und Vertrauen von ihr, um seine liebenswerte Seite zu entdecken.
Aber auch der jüngste der Brüder, Hakoon hat seine Licht- und Schattenseiten und sein unberechenbares Wesen birgt manche Gefahren und sorgt für Familienkonflikte.

Joanne Bischof hat hier eine stark berührende und ganz besondere Familiengeschichte geschrieben und sensibilisiert ihre Leser für Probleme wie Gehörlosigkeit und Alkoholabhängigkeit.
Die Charaktere in dieser Geschichte wirken sehr authentisch und man spürt mit welchen Tiefgang, sie sich ihrer Recherche gewidmet hat. Die Themen in ihrem Roman wie Verlust, Beziehungskonflikte, Behinderung, Sucht, Liebe, Glauben und Rassendiskriminierung werden feinfühlig in diesen Familienepos verwoben und gleichzeitig sehr realistisch dargestellt.

Fazit: Ich fühle mich geehrt, dass ich diesen wunderbaren und ganz besonderen Auftakt der Geschichten um die Noorgard-Brüder vorab lesen durfte.
Für mich war es wie ein Schatz, den ich Seite für Seite entdecken und genießen konnte.
Die Seiten sind während dem Lesen dahingeflossen und die Geschichte hat mich fesselnd fasziniert und mich schon in Vorfreude auf die Fortsetzung beflügelt.
Berührender, herzergreifender historischer Liebesroman Kundenmeinung von booklover2011 Veröffentlicht am 26.07.19
Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Eine Liebes-Geschichte mit einem Hauch Spannung – der neue historische Liebes-Roman der preisgekrönten Autorin Joanne Bischof. So bezaubernd und unkonventionell wie schon lange kein Buch mehr.
Als Ava im Sommer 1890 die Apfelplantage der Familie Norgaard in Virginia erreicht, ist sie geschockt: Die drei „Jungen“, um die sie sich kümmern soll, sind bereits ausgewachsene Männer. Völlig mittellos sieht Ava nun einer ungewissen Zukunft entgegen. Jorgan, Haakon und Thor nehmen sie zwar herzlich auf, aber gerade der gehörlose Thor, der so laut und ungestüm wirkt, schüchtert Ava anfangs sehr ein. Auch scheint er gegen seine ganz eigenen Schatten anzukämpfen. Doch dann ist die Zukunft der Apfelplantage in Gefahr, und während sie sich Seite an Seite für deren Erhalt einsetzen, entsteht in Avas Herzen Zuneigung für den besonderen jungen Mann. Und sie entdeckt, dass man für die Sprache der Liebe keine hörbaren Worte braucht…

Meinung:
Der sehr bildhafte und fesselnde Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist zum größten Teil aus der dritten Erzähl-Perspektive von Ava geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Aber auch Thor (und am Ende ein weiterer Charakter) kommt zu Wort.
Die authentischen und sympathischen Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt und beschrieben worden, so dass ich nicht anders konnte, als mit ihnen mitzufühlen, mitzufiebern und mitzuleiden. Auch die Nebencharaktere sind sehr gut dargestellt worden, so dass man sie sich und ihre unterschiedlichen, charakterlichen Eigenschaften sehr gut vorstellen konnte.

Was für eine berührende und herzergreifende Geschichte, der ich mit meinen Worten einfach nicht gerecht werden kann. Mehr als gekonnt lässt einen die Autorin mit den Charakteren mitfühlen, die ihre Ecken und Kanten und mit ihren Dämonen zu kämpfen haben, man ist mittendrin dabei und hat die Umgebung und die Personen förmlich vor Augen. Authentisch und gefühlvoll werden die Schwierigkeiten, mit denen Thor aufgrund seiner Gehörlosigkeit konfrontiert ist, dargestellt und beschrieben, aber auch seine Einsamkeit und Verzweiflung, wenn man ihn und seine Worte nicht hören kann. Aber auch seine Sucht und die Folgen für ihn und seine Umgebung sind authentisch dargestellt.

Ava hatte es bisher alles andere als leicht in ihrem Leben und nach dem Tod ihres Mannes ist dessen Familie ihre letzte Zufluchtsmöglichkeit. Die sehr zarte und langsame Annäherung von ihr und Thor ist äußerst gefühlvoll und berührend dargestellt worden, so dass einem das Herz dabei aufgeht und man ein glückliches Lächeln im Gesicht bei den gemeinsamen Szenen der beiden hat. Auch wie aufmerksam er ihr gegenüber ist, fand ich wunderschön. Doch neben der Liebesgeschichte behandelt die Autorin authentisch viele weitere und wichtige Themen wie Gehörlosigkeit, Sucht, Rassismus, Gewalt, Bruderzwist, Trauer und Verlust.

Für diese berührende und zu Herzen gehende Liebesgeschichte kann ich nur 5 von 5 Sternen vergeben (würde aber gerne mehr geben) und kann sie allen empfehlen, die historische Romane oder Liebesgeschichten mit authentischen Charakteren, die sich langsam näher kommen, lieben. Ich habe definitiv eine neue Lieblingsautorin für mich entdeckt. Zum Glück gibt es im Original bereits einen zweiten Teil der Reihe, der dann hoffentlich auch übersetzt wird.

Fazit:
Eine berührende und zu Herzen gehende Liebesgeschichte mit authentischen und sympathischen Charakteren, die alle mit ihren Dämonen zu kämpfen haben. Ganz klare Empfehlung für dieses Herzensbuch!
Ein tolles Buch! Kundenmeinung von Felicitas Brandt Veröffentlicht am 25.07.19
Zitate

„Vielleicht konnte Thor nicht hören, aber ganz gewiss konnte er sehen.“ Seite 23

Du gewinnst, wir tanzen.
Vor Überraschung verschlug es Ava die Sprache. (…) „Eine Wette also?“, fragte sie in der Hoffnung gelassen zu wirken.
Thor nickte.
„Und was ist, wenn du der Sieger bist?“ Was wahrscheinlich der Fall war.
(…) Ich gewinne, du machst Schokoladenpudding.
Seite 259

Inhalt:

Als Ava Norgaard ihren Mann verliert, hält sie nichts mehr in ihrem Zuhause. Stattdessen reißt sie nach Virginia zu Verwandten ihres Mannes. Hier soll sie sich um drei Jungen kümmern, doch Ava staunt nicht schlecht, als sich diese Jungen als drei erwachsene Männer entpuppen. Vollkommen ohne Geld steht Ava nun in einem fremden Land. Jorgan, Haakon und Thor nehmen sie ohne Einwände bei sich auf, doch ihre Gegenwart und besonders die des gehörlosen Thor verunsichern die junge Frau. Doch als die Plantage der Norgaards in Gefahr gerät, wachsen ihre Bewohner immer mehr zusammen und in Avas Herz entsteht eine zarte Liebe für Thor. Doch Thors Leben ist voller Schatten und auch wenn er Ava ebenfalls wohlgesonnen ist, fürchtet er doch sie mit seinen Problemen zu erdrücken.

Meinung:

Haakon sagte etwas, aber der Satz verlor sich im Dämmerlicht. Thor hasste die Dunkelheit, weil sie seine Welt zusammenschrumpfen lies. Seite 24

Vielen Dank an den Brunnen Verlag, dass ich diese Geschichte vorab lesen durfte! Ich kannte die Autorin bisher nicht, fand aber Cover und Titel schon in der Vorschau sehr ansprechend und in Kombination mit dem Thema Gehörlosigkeit war ich ziemlich neugierig auf dieses Buch.

Der Einstieg war leicht, Ava als junge Witwe trifft auf der Apfelplantage ein, wo irgendwie nichts so ist, wie sie erwartet hatte. Anstatt der herzensguten Dame, die ihr viele Briefe geschrieben und sie hierher eingeladen hat, trifft sie auf der erwachsene Männer, die in besagten Briefen nur als „Jungs“ beschrieben wurden. Jorgan, der Älteste, will in wenigen Monaten seine Verlobte heiraten. Thor der mittlere kann schon von Geburt an nicht hören und verständigt sich mit Gebärdensprache und Haarkon der Jüngste ist ein ungestümer Kerl mit tiefblauen Augen. Verwaist und unter der liebevollen Führung ihrer Haushälterin Ida, bewirtschaften sie die Norgaard Plantage. Die drei Brüder unterstützen die Schwarzen in dieser Gegend und sind darum schon mit dem ein oder anderen weißen Fanatiker aneinander geraten und stehen im Fadenkreuz des Klu Klux Klans. Doch das hält sie nicht auf. Sie heißen Ava willkommen, die als Witwe eines Norgaard Mannes ebenfalls zur Familie gehört.

Für Ava ist es nicht ganz so leicht sich zurecht zu finden, obwohl der Ort und seine Bewohner gleichzeitig eine große Faszination auf sie ausübt. Sie kollidiert mit Thor und muss auf die harte Tour lernen, wie rau das Leben hier draußen sein kann. Thor hat eine dunkle Seite, mit der Ava vertrauter ist, als es auf den ersten Blick scheint. Das schafft eine Verbindung zwischen den Beiden und bald fühlt Ava sich als Teil der Familie und beginnt für die Farm zu kämpfen. Auch mit Haakon ist es nicht immer leicht, sein ungestümes Wesen bricht immer mal wieder eine gefährliche Szene vom Zaun und besonders die Spannung zwischen diesen beiden Brüdern erzeugt tiefe Wunden und sorgt für Familienkonflikte.

„Du kannst nicht schwimmen?“, wiederholte Haakon und rutschte den kleinen Abhang zu ihr hinunter. „Was für eine Person kann denn nicht schwimmen?“
„Offensichtlich diese hier.“
„Wie hast du es auf einem Schiff ausgehalten“
„Indem ich durchgehend dafür gebetet habe, dass es nicht sinkt.“ Seite 89

Ich liebe das Setting in dieser Geschichte! Das ganze Buch hat so einen wunderschönen Flair, der mich richtig an den Seiten kleben lässt (: Der Schreibstill hatte hier und da ein paar Stellen, wo ich gestockt habe, es war nicht ganz flüssig, ließ sich aber trotzdem gut weg lesen. Die Themen, die hier angesprochen werden fand ich gut und wichtig und hätte besonders eines davon nicht in einem christlichen Roman erwartet. Was aber nicht heißt, dass es nicht dorthin gehört hätte, ganz im Gegenteil! Aber das auszuführen, würde zu sehr Spoilern, lest es selber (:

Jeder der Charaktere ist einzigartig und wichtig. Einige der Nebenfiguren verschwimmen ein wenig, besonders Idas Familie. Zwischen Ava und Thor gab es für mich eindeutig einen „Die Schöne und das Biest“ Flair, was ich eigentlich nicht schlimm finde. Allerdings wird mir Thor in vielen Szenen zu tierisch, zu unberechenbar, zu wild dargestellt. Er wirkt mehr wie eine Bestie, als wie ein Mann mit Problemen. Das ist mein einziger größerer Kritikpunkt an dem Buch.

Urteil: Ich mochte die Geschichte und die Figuren richtig gerne, auch wenn mir zwischendurch die Beschreibung von Thor einfach zu animalisch war. Für alle Fans einer Liebesgeschichte mit Tiefe, die sich nicht scheuen sich auch mit ernsteren Themen auseinander zu setzten, eine klare Leseempfehlung!


Packende Geschichte mit wichtigen Gesellschaftsthemen einfühlsam und realistisch erzählt! Kundenmeinung von WriteReadPassion/Lidia Veröffentlicht am 23.07.19
Inhaltserzählung:
Blinzelnd sah sie in den klaren blauen Himmel empor. Er erinnerte sie unverholen daran, wie weit entfernt sie von Norwegen war. Oder Irland. Sie war hier in Virginia. An einem Ort namens Blackbird Mountain. Und hier war keine Tante Dotothee. Obwohl Ava mit dieser Frau keine Blutsverwandtschaft verband und durch den Briefwechsel zwischen ihnen nicht mehr als eine einfache Freundschaft entstanden war, war Benns Großtante alles gewesen, was ihr von einer Familie geblieben war. Norgaard. Das Land, in dem Tante Dorothees Neffen ihr Unwesen trieben. Frei und wild waren die Jungs, zumindest den Geschichten nach. Ihr Ehemann – der Cousin der Männer – war tot. Und Ava nun hier in Amerika. Die zwei Trauerjahre hatten bereits geendet, bevor sie auch nur einen Fuß in diese Gegend namens Blackbird Mountain gesetzt hatte.
(Seite 7, 8, 15)

„Ich schmeiße den Haushalt hier schon seit fast dreißig Jahren. Früher haben die Jungen mich Mommy genannt, aber jetzt sagen sie nur noch miss Ida. Ich werde gut für dich sorgen“, versprach die Haushälterin. „Du musst dich vor nichts fürchten. Die Nogaards sind alles gute Jungen. Hab sie selbst erzogen und sie sind treuere Seelen, als du dir vorstellen kannst“, fuhr Ida fort. (Seite 17)


Autorin:
Joanne Bischof lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in den Bergen Südkaliforniens. Wenn sie gerade keine Liebesgeschichten erzählt, bloggt sie über den Glauben, das Schreiben und die Abenteuer des Landlebens.

Übersetzerin:
Hannah Schwarz


Bewertung:
Das Cover ist schön romantisch und gleichzeitig historisch im passenden Jahrhundert gestaltet. Der Titel ist sehr passend gewählt, obwohl mir der Originaltitel „Sons of Blackbird Mountain“ auch sehr gut gefällt!! Schade, dass nicht dieser übernommen wurde ... Der Schreibstil des Titels ist typisch nach Historischer Art. Es gefällt mir insgesamt unheimlich gut.

Das Vorwort finde ich klasse!!! Auch die Anmerkung vom Verlag! Ich hatte mich auch schon immer gewundert, weil Taube ja nicht stumm sein müssen. Beim Cap-Markt habe ich mit Behinderten aller Art gearbeitet. Dort gab es auch einen tauben Mann, der aber sprechen konnte. Zwar mehr schlecht als Recht, aber stumm war er nicht. Natürlich brauchte er unsere Lippen, um alles zu verstehen. Aber mit ihm gab es so keine Probleme, zu Kommunizieren. Und ich freue mich sehr, dass hier ein Gehörloser in die Mitte der Hauptcharaktere genommen wurde.

Ganz ulkig geht es mit der Zeitdatierung im ersten Kapitel los; 27. August 1890 - genau ein Jahrhundert vor meiner Geburt!!! Die Autorin hat mich in den ersten drei Kapiteln etwas verwirrt; immer wieder tauchen Ungereimtheiten in Umständen und Tätigkeiten auf, als hätte der Leser bestimmte Aspekte zum Verstehen überlesen. Dabei sind diese einfach nicht angegeben. Das hat den flüssigen Lesefluss sehr gestört und mich auch genervt. Zum Glück gibt es solche Missstände ab dem vierten Kapitel nicht mehr, sodass ich dann entspannt und zügig weiterlesen konnte.

Die drei Brüder sind allesamt auf ihre jeweiligen Arten sehr sympathisch: Jordan ist der Älteste und hat ein recht ausgeglichenes Gemüt. Er handelt stets wohlüberlegt und ist bodenständig. Auf mich strahlt er eine große Sicherheit und Geborgenheit aus, ohne langweilig zu wirken. Thor ist das „Sandwichkind“ - also der mittlere Bruder. Er ist gehörlos und taufester Alkoholiker. Er trägt viele gemischte Gefühle seinem kleinem Bruder Haakon gegenüber in sich, die auch in meinen Augen eines der Gründe für seinen Alkoholismus ist. Er trägt dennoch große Verantwortung auf der Farm und ist für die Haupteinnahmen durch die Brennerei zuständig. Auf mich wirkt er bodenständig und unausgeglichen gleichzeitig. Haakon ist der Jüngste und der Wildeste unter ihnen. Er tobt sich gerne aus und versprüht Lebensfreude und eine gewisse Freiheit. Er verleitet einen gerne zu neuen Abenteuern, hat aber auch eine gefährliche Seite an sich. Auch er trägt viel Kummer im Herzen, den er mit seiner verspielten Art oftmals kaschiert. Auf mich wirkt er unreif und sehr verletzt, auch wenn er sehr charmant sein kann.

Es gab eine Zeit, in der man still bleiben und die Verletzten reden lassen sollte.
(Seite 139)

Über Jordans Leben innerhalb der Familie und Farm hat die Autorin leider so gut wie nichts angegeben. Außer, dass er Thor mit der Brennerei hilft und die Reparaturen auf der Farm übernimmt, erfährt man als Leser kaum etwas. Sehr schade!

Süchte wie die nach Alkohol oder Drogen vererben sich mit und dann noch mit so einem Vorbild von Vater – ebenfalls Alkoholiker - aufwachsen müssen ... das hat Thor auf jeden Fall geprägt! Außerdem spielt für mich noch seine Taubheit eine Rolle. Ständig missverstanden oder gar nicht verstanden zu werden, geht tief in die Seele und hinterlässt Leid und Wunden.

Hakoon hat auch schwere Probleme, meines Erachtens. Das zeigt mir schon seine andauernde Unruhe. Dann ist er auch noch der Jüngste und der Mittlere, sein großer Bruder, ist auch noch taub. Somit für ihn eine starke Führungsfigur ohne Mutter. Auch eine schwere Position in der Familie. Er hat seinen Platz in der Familie und in der Gesellschaft noch nicht gefunden und hadert mit sich und der Umwelt. Das macht ihn zum Teil unberechenbar, wenn er frustriert ist und nicht weiter weiß.

„Deine Reise wird sehr viel angenehmer werden, wenn du aufhörst, so verloren auszusehen.“ (Tate Kennedy zu Haakon, Seite 361)

Die Autorin hat Thor gefühlvoll und sehr realistisch beschrieben, genau wie seine Unsicherheiten in unterschiedlichen Situationen - das finde ich am Wichtigsten! Ich habe selbst mal mit einem gehörlosen Mann gearbeitet, daher weiß ich, dass bestimmte Aspekte wichtig sind und dazugehören. Diese hat die Autorin wahrhaft wiedergegeben. Thors Gedanken- und Gefühlswelt sind voll ausgeschrieben und nicht einmal überzogen! Für mich unheimlich wichtig, das die Charaktere real erscheinen müssen, ebenso ihr Dasein und Aufgaben. Die schweren Aufgaben und die Ballaste auf Thors Schultern hat sie hervorragend erstellt! Der Kampf um Gesundung und gegen den Alkohol ist auch hier super beschrieben, ebenso die Erzählungen der Schwierigkeiten in der Kommunikation zur Umwelt ist eine meisterhafte Leistung! Hut ab! Ich bin sehr beeindruckt über das Gespür der Autorin und wie kraftvoll sie extreme Momente hervorhebt ohne sie überspitzt darzustellen. Solche Momente sind unheimlich wichtig, da sie im Leben von Gehörlosen mehr oder weniger stattfinden. Super auch, dass nicht nur die großen Schwierigkeiten zu lesen sind, sondern auch ganz alltägliche Dinge wie Widersprüche in der Familie oder Aufgabenverteilung.

Ava ist typisch für diese Zeit eine naive Frau in vielen Situationen und Männern gegenüber. In allem konnte ich sie nicht verstehen oder ihre Gedanken nachvollziehen, dennoch ist sie mir - wie die Brüder - ebenso sympathisch. Die Etikette und Gesellschaftsregeln sind wunderbar nachvollziehbar und zeitgemäß. Die Haushälterin Ida ist ein kleiner Goldschatz der Familie und die Mutter für alle und alles. Peter Sorell hat es mit seiner Familie auch nicht leicht und muss sich entscheiden, wie er leben möchte.

Es passieren im Laufe der Geschichte kleine Wendungen und es tauchen Probleme verschiedener Arten auf. Sehr wichtige und nach wie vor aktuelle Themen wie Alkoholismus, Schwarzbrennerei, Missbrauch, Familienstellungen und Rassenhass lässt die Autorin in der Geschichte aufleben. Hier wird auch kurz der Ku Klux Klan beschrieben, der in dem Jahrhundert seine Entstehung feierte. Aber es gibt auch ein paar witzige Stellen wie diese:

"Willst du schwimmen?, fragte dieser stattdessen, während er sich hinaufzog.
"Nein, danke", erwiderte Ava.
"Warum nicht?"
"Weil ich nicht schwimmen kann."
"Du kannst nicht schwimmen?", wiederholte Haakon und rutschte den kleinen Abhang zu ihr hinunter. "Was für eine Person kann nicht schwimmen?"
"Offensichtlich diese hier", meinte Ava.
"Wie hast du es auf einem Schiff ausgehalten?"
"Indem ich durchgehend dafür gebetet habe, dass es nicht sinkt", gestand sie. (Seite 89)

xD Und wie ernst die Autorin den Dialog geschrieben hat … als ob ihr der Sarkasmus darin nicht bewusst wäre ...

Ich hätte mir schon gerne Einblicke aus der Perspektive von Haakon und Jordan gewünscht. Auch über Fay, die zum Schluss dazukommt, hat die Autorin kaum was geschrieben. Ein wenig mehr Interaktion zwischen Fay und Jordan wäre schön gewesen, da ja immerzu von Fays Ankunft gesprochen wird auf der Farm. In Bezug auf die Sorell-Familie wird explosives angedeutet, das aber nicht erfolgt. Den „großen Knall“ habe ich mir daher schon extremer vorgestellt und wurde da doch enttäuscht, da die Autorin die Spannung sehr hoch getrieben hat.

Das Ende ist fesselnd erzählt und macht einfach Laune auf mehr von den Brüdern. Sehr erfreulich also, dass die Autorin in ihrem Nachwort die Fortsetzung angekündigt hat. Auch ihre Dankesworte haben mich berührt.


Fazit:
Vom Vorwort bis zum Nachwort ist das Buch wundervoll und berührend geschrieben. Ich habe mich mitreißen lassen, in eine Zeit, die mal war und in manchen Aspekten noch in unserer Welt zu erleben gibt. Die Charaktere, insbesondere der gehörlose Thor, sind sehr ansprechend gefühlvoll und realistisch erstellt. Die Geschehnisse warten mit einigen Umsetzungsmakeln auf, die nur in den ersten Kapiteln störend wirken, ansonsten zu verkraften sind. Der Schreibstil reißt einfach mit und gibt viel Spannung wieder.

Die Autorin hat sich viele Gedanken zu verschiedenen Themen gemacht; vor allem über Alkoholsucht und Gehörlose, was bei mir auch sehr eindrucksvoll rüberkommt. Die verschiedenen Aspekte hierzu konnte die Autorin problemlos auf mich übertragen. Ich habe mitgefühlt und mitgelitten. Und ich bin unheimlich neugierig, wie es mit den Brüdern und den Menschen auf der Farm weitergeht. In der Geschichte steckt noch reichlich Potenzial, das ausgelebt (oder ausgeschrieben – und gelesen) werden will!

Die Autorin hat mich mit diesem Werk voll begeistert! Es war mein erstes Buch von ihr und für mich steht fest, ich will mehr von ihr lesen. Ihre anderen Bücher sind natürlich schnell in meine Wunschliste gelandet. Ich vergebe selten mehr als 4 Sterne, da ich bestimmte Kriterien erfüllt haben möchte, und dieses Buch muss ich einfach mit 4,5 Sternen bewerten. Alles darunter ist eine Schande! Wer sich gerne in eine andere Gesellschaft und deren Regeln entführen lässt und eine neue Erfahrung an Charakteren anstrebt, sollte das Buch unbedingt lesen. Auch Romantiker und Spannungsleser kommen auf ihre Kosten!

Denn während der Mond seine Bahn über den nächtlichen Himmel zog, lernte er eine Sprache kennen, die er so viel besser verstand – in der es nicht um Worte, sondern um Taten ging. (Erzählung über Thor, Seite 345)



Herzlich bedanke ich mich beim Brunnen Verlag für das gestellte Exemplar zur Leserunde! Ich freue mich sehr auf das Werk und hoffe auf weitere zum Staunen!

Wenn das Herz die Worte versteht ohne zu sprechen Kundenmeinung von claudi-1963 Veröffentlicht am 20.07.19
"Das Ohr ist stumm, der Mund ist taub, aber das Auge vernimmt und spricht. In ihm spiegelt sich von außen die Welt, von innen der Menschen." (Johann Wolfgang von Goethe)
Virginia Sommer 1890: Nachdem plötzlichen, unerwarteten Tod ihres Ehemanns wird dir junge Ava zu ihrer norwegischen Verwandtschaft nach Virginia eingeladen. Benns Tante Dorothee hat sie ermutigt zu ihr und den drei Cousins von Benn zu kommen, um bei ihnen eine neue Heimat zu finden. Doch in Virginia angekommen findet sie nur die drei Brüder Jorgan, Thor und Haakon vor, den Dorothee ist kurz zuvor verstorben. Völlig ohne Geld weiß Ava nun nicht wie es mit ihrer Zukunft weitergeht. Zwar wird sie liebevoll von den drei Brüdern aufgenommen, doch Ava möchte auch sie keine Last für ihre unbekannte Verwandtschaft sein. Zudem fürchtet sie sich vor dem wilden, ungestümen, gehörlosen Thor mit, dem sie sich nicht verständigen kann. Außerdem erinnert er sie zu sehr an ihren Mann Benn, da er ebenfalls dem Alkohol verfallen ist. Doch als sich Thor verändert entdeckt Ava nach und nach Zuneigung für ihn, den Liebe braucht keine Worte.

Meine Meinung:
Das verträumtes Cover mit der Frau und dem Nebel im Hintergrund und der schöne Klappentext haben mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Besonders da ich die Autorin schon von ihrem letzten Buch kannte. Der Schreibstil war locker, unterhaltsam und gut recherchiert was das Thema Gehörlosigkeit anbelangt. Man merkt an der Einfachheit und dem Umgang der Protagonisten das diese Geschichte Ende 19. Jahrhundert spielt. Besonders das Thema Gehörlosigkeit hatte es der Autorin angetan, nachdem sie in einem Sommerlager ein Geschwisterpaar bei der Gebärdensprache beobachtet hatte. Dass daraus dann später Freundschaft entsteht und die Autorin sogar Gebärdensprache lernt, hat mich sehr erstaunt. Zudem entstand so langsam diese Geschichte in ihr, bei der diese Thematik einen großen Raum einnehmen sollte. Anhand der Sprache merkt man sofort das die Autorin Ahnung zu diesem Thema hat und weiß wie man Buchstaben darstellen muss. Erschüttert hat mich dagegen das Gehörlosenlehrer Graham Bell, der Erfinder des Telefons ein starker Verfechter der Gebärdensprache war. Stattdessen hat er teils mit unschönen Methoden, versucht den Kindern den Oralismus an der Schule beizubringen. Ich hingegen kann mich sofort in Thor hineinversetzen in seine Wut, wenn er das nicht aussprechen kann, was ihm auf dem Herzen liegt. Wie furchtbar muss es für gehörlose Menschen sein, wenn man spürt, das man nicht so ist wie alle anderen. Dies muss in dieser Zeit noch schlimmer gewesen sein. Dazu noch bei einem Mann der doch eigentlich der Starke, der Ernährer, Kämpfer sein möchte und dann mit einem Makel eingeschränkt ist. Genauso stellt dies die Autorin hier mit Thor da, einem kräftigen Norweger, dessen Familie in den USA eine neue Heimat gefunden hatte. Mir machte er eigentlich wenig Angst, da ich sofort spürte, das er im Inneren ein liebevoller, herzlicher Mensch ist. Ebenso habe ich Jorgan und Ava sofort in mein Herz geschlossen, während ich dagegen bei Haakon spüre, das er noch ein richtiger Kindskopf ist. Seine oft unüberlegte Art bringt ihn öfters in Schwierigkeiten. Doch auch sonst geht es sehr herzlich und liebevoll auf dieser Farm zu, besonders durch Ida der Haushälterin, die nach dem Tod Dorothees alles zusammenhält. Jedoch ist es nicht nur ein friedvolles Leben, den mit den Sorrels ihren Nachbarn haben die Brüder seit Jahren erbitterte Feinde. Deshalb spielt auch Rassendiskriminierung eine kleinere Rolle in diesem Buch und mir scheint, dass die Geschichte dieser Brüder noch nicht zu Ende ist. Zwischen Dramatik, Gebärdensprache, Alkoholismus und Liebe ist hier eine wunderschöne Geschichte entstanden, der ich gerne 5 von 5 Sterne gebe.

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