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Evas Geschichte

Anne Franks Stiefschwester und Überlebende von Auschwitz erzählt
272 Seiten, Taschenbuch
Eine Überlebende des Holocaust erzählt, 12 x 18,6 cm
Erscheinungsdatum: 22.11.2018
Bestell-Nr.: 114250
ISBN: 978-3-7655-4250-3
EAN: 9783765542503
4. Auflage

Verfügbarkeit:
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"Der Uniformierte war Dr. Mengele, der über Leben und Tod entschied ... Wir versuchten alle, möglichst aufrecht zu stehen und sicher dreinzuschauen, aber wir waren jämmerlich unterernährt und bis auf die Knochen abgemagert ... Als ich an der Reihe war, winkte er mich nach rechts. Ich drehte mich um und wartete auf Mutti. Zu meinem Entsetzen sah ich, wie ein Kapo sie brutal nach links stieß. Ich schrie ... ich zitterte am ganzen Körper und meine Zähne schlugen aufeinander, als ich zusehen musste, wie man meine Mutter mit den anderen Frauen abführte. Das war der schlimmste Moment meines Lebens. Ich dachte, ich würde sie nie mehr wiedersehen."

Eindringlicher Bericht vom Überleben einer Fünfzehnjährigen in Auschwitz, die - anders als ihre Stiefschwester Anne Frank - das KZ überlebte. Eva Schloss, geboren 1929 in Wien als Eva Geiringer, lebt heute mit ihrem Mann Zvi Schloss in London. Sie hat drei Töchter und fünf Enkel.

Eva Schloss war unter anderem im Oktober 2014 zu Gast in der Talksendung "Markus Lanz".
Weitere Informationen finden Sie hier!

Nähere Informationen zum Schicksal von Anne Frank und ihrer Familie sowie Hinweise zu Sonderausstellungen zum Thema erhalten Sie auf der Homepage des "Anne Frank Zentrums" in Berlin

Eine Buchbesprechung in der Website der Zeitschrift PRO finden Sie hier!

ZDF-Spezial zum Auschwitz-Gedenken

Evas Geschichte

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Eva´s Geschichte - ein bewegendes Zeitzeugnis Kundenmeinung von MiniBonsai Veröffentlicht am 04.01.16
Viele kennen das Tagebuch der Anne Frank und sind stark berührt davon, so ging es mir auch.

Evas Geschichte beginnt ähnlich und ist, dem Zufall sei es gedankt, an 2 Punkten direkt mit der Geschichte von Anne Frank und ihrer Familie verbunden: sie wohnen in Amsterdam unweit voneinander und kennen sich sogar UND Annes Vater trifft nach dem Krieg auf Eva und ihre Mutter und letztlich heiraten die beiden verwitweten Elternteile und Anne wird posthum Evas Stiefschwester.

Der größte Unterschied: Eva überlebt den Holocaust und erzählt in ihrer Geschichte von genau diesen Qualen, Erlebnissen und Gefahren, die auch Anne Frank erleben musste aber nicht überlebte. Damit knüpft sie in großen Teilen quasi an Anne Franks Tagebuch an.

Die Erzählung in Ich-Form nimmt mich tief hinein in die Geschehnisse und die Gefühlswelt von Eva. Anschaulich wird geschildert was passierte, was sie dachte, wer half und wer enttäuschte.
Zusammenhänge auch zu (Allgemein)Wissen aus der Schule und sonstigen Quellen werden für mich hergestellt und vertieft.
Toll in dem Zusammenhang die Einwürfe zu den politischen aktuellen Geschehnissen ... und deren Auswirkungen auf den aktuellen Alltag.

Doch an den Anfang:
Eva und ihre Familie fliehen vor dem Zugriffen der Deutschen nach Holland und Amsterdam. Sie verstecken sich bei Familien, die es gut mit ihnen meinen. Zumindest glauben sie das, denn darunter gibt es auch welche, die sowohl Geld von den Juden für den Unterschlupf als auch von den Deutschen für den Verrat der Juden kassieren.
Eva, ihr Bruder und ihre Eltern werden deportiert. Detailliert erzählt sie von der Deportation, der Ankunft im KZ und dem Leben dort.
Oft hat es mir die Tränen in die Augen getrieben. Oft hat es mich geschüttelt vor Ekel. Und oft bekam ich Gänsehaut über die damaligen Verhältnisse.
Ich habe schon einige Filme zu der Zeit gesehen, einige Bücher gelesen, einige Bilder gesehen... aber diese Schilderungen, detailliert und bildhaft ... erschütternd!

Und dann immer wieder die kleinen Glücksmomente, die zum Durchhalten animieren, die Kraft schenken... der Zufall den Vater zu sehen, der Zufall mit Mutters Cousine, die Möglichkeiten in "Kanada" etc.
Ich hatte Freudentränen in den Augen als Eva ihren Vater erneut wieder traf und er für sie und die Mutter durch die Küchen"fee" etwas tun konnte. Bedrückend, dass er dann plötzlich nicht mehr auftaucht, das lässt schon das schlimmste vermuten.
Und dann auch noch die Mutter "aussortiert" ... schlimm für Eva nun ganz allein zurecht zu kommen.

Erleichterung, Schrecken, Angst, Glück... alles so dicht beieinander.
Schön, dass Eva die Mutter wieder findet und gemeinsam mit ihr befreit wird.
Erschreckend die Erzählungen wie dicht die Lebensmittel verbunkert waren und die Häftlinge hungern mussten. Nachvollziehbar die Freude und die Erholung durch die Wärme, Lebensmittel, Kleidung...

Dann nach der Befreiung aus dem KZ:
Wahnsinn... die Reise weiter in den Osten und das bei ähnlichen Bedingungen wie zuvor auf dem Weg ins KZ.
Dann der Moment in dem Eva die mutter erneut verliert.
Und dann der wunderbare Moment des Wiedersehens mit der Mutter...

Wunderbar (und eigentlich immer wieder wie in einem Drehbuch, so "perfekt") die Zufälle mit dem Wiedersehen von Annes Vater.
Sehr einfühlsam finde ich die Schilderungen wie sie an den jüdischen Häusern klingeln, die sie an dem Gebetskästchen an der Tür erkennen. Und sehr anrührend die Hilfe, die ihnen entgegen gebracht wird von den mitunter fast genau so armen Menschen.

Dann der Abschnitt aus der Nachkriegszeit bis ins Heute: ... wirklich eindrucksvoll mit wieviel Freude und Lebensmut Eva und auch ihre Mutter sowie der Vater von Anne Frank und auch die anderen Überlebenden ihr Leben weiter gelebt haben.
Schön zu lesen von dem Zusammenhalt auch nach der Rückkehr nach Holland ... aber auch von den deutlichen Unterschieden in Frankreich und Holland was die Versorgung betrifft.

Der Schreib/Erzählstil ist sehr beeindruckend! Ich konnte die verängstigten Augen der Häftlinge ebenso vor mir sehen wie ich die Kälte der Kapos spürte und wie ich im letzten Teil nach der Befreiung die Freude in den Augen erkannte ...
Besonders anrührend und auch wichtig fand ich die 2 Passagen in denen Evas Mutter mit ihren eigenen Erinnerungen zu Wort kommt.

Nach dem Lesen war ich ganz tief in mir drinnen sehr still und musste lange über die Rezension dazu nachdenken!

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