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Schöpfung und Fall

Theologische Auslegung von Genesis 1-3
128 Seiten, gebunden
14 x 21 cm
Erscheinungsdatum: 18.11.2016
Bestell-Nr.: 190951
ISBN: 978-3-7655-0951-3
EAN: 9783765509513
1. Auflage

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Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, legte Dietrich Bonhoeffer im Rahmen einer Vorlesung an der Berliner Universität die ersten drei Kapitel der Bibel als Buch der Kirche aus. In dieser Ausarbeitung macht er deutlich, was Schöpfung für das persönliche Glaubensleben bedeutet.
Schöpfung und Fall

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Mut zum Bekenntnis Kundenmeinung von Henrik Veröffentlicht am 11.02.21
Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 ließ die dunklen Schatten erahnen, die kommen würden. Trotz der dunklen Wolken am Horizont ließen sich Christen nicht entmutigen, Gottes Wort treu zu verkünden. In „Schöpfung und Fall“ blickt Dietrich Bonhoeffer von Christus her auf die Schöpfungsgeschichte.
Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945) war ein lutherischer Theologe, profilierter Vertreter der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt. „Nirgends besser als im Ernstfall erweist sich die Tragfähigkeit theologischer Überlegungen“, so Peter Zimmerling über den Autor des Buches.
Das Buch „Schöpfung und Fall“ stellt den Druck einer Vorlesung dar, die Bonhoeffer im Wintersemester 1932/33 an der Berliner Universität hielt. Bonhoeffer selber ist der sogenannten dialektischen Theologie zuzuordnen, „die in Anknüpfung an die reformatorische Theologie als Theologie des Wortes die Bibel zur Grundlage ihrer Überlegungen gemacht hat“. In seinen Ausführungen wagt es Bonhoeffer, die „exegetische und systematische Schultradition seiner Zeit hinter sich zu lassen und die Bibel unmittelbar nach Antworten auf die brennenden Probleme der Gegenwart zu befragen“. Es sei erwähnt, dass Bonhoeffer die Ergebnisse der historisch-kritischen Exegese nicht pauschal ablehnt, doch bleibt er nicht bei der philologischen und historischen Auslegung stehen, „sondern fragt, was die Bibeltexte für den heute gelebten Glauben in seinen unterschiedlichen Bezügen zu sagen haben“. Bedeutsam – vor allem vor dem historischen Hintergrund ist -, dass Bonhoeffer die Bibel als das Buch der Kirche ansieht, und deshalb auch das Alte Testament bejaht und sich dafür stark macht, es von Christus her zu lesen. „Die christologische Auslegung des Alten Testamentes sollte bald für die ganze Bekennende Kirche typisch werden“. Bonhoeffer und seine Mitstreiter widersetzen sich den Deutschen Christen, indem sie dafür eintraten, „dass es kein Christentum ohne das Alte Testament“ geben könne.
Im Buch selbst geht der Theologe auf Genesis 1-3 und 4,1 näher ein. Ein Gedanke sei beispielhaft und gerafft aufgegriffen, um die Tiefe der „bonhoefferschen Theologie“ ansatzweise vorzustellen. Im Blick auf die Ebenbildlichkeit Gottes betont der Autor, dass der Mensch diesen nur hat, wenn er nicht selbst etwas für sich sein will – sprich, wenn er unabhängig von Gott sein möchte. „Urbild und Abbild sind wesensmäßig aufeinander bezogen“. Daraus schlussfolgert der Verfasser, dass der Mensch Gott nicht als Einzelner abbildet, sondern nur in der Ergänzung als Mann und Frau. „Menschsein gibt es von der Schöpfung her nur in Beziehung“.
Es ist beeindrucken, mit welcher Tiefe der erst 27-jährige Bonhoeffer die ersten Kapitel der Bibel analysiert, auslegt und anwendet. Zwar ist die Sprache zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, doch im Laufe des fortschreitenden Lesens verblasst dies und wird durch die theologischen Impulse ersetzt. „Schlangenwahrheit steht gegen Gotteswahrheit“ oder „Denn wir können nicht vom Anfang reden, dort wo der Anfang anfängt, hört unser Denken auf, ist es am Ende“.
Bonhoeffer sprach damals zu Theologiestudenten und auch heute noch, werden vorrangig Studierende an Hochschulen als erstes Lesepublikum adressiert. Nichtsdestotrotz ist das Buch – auch wegen der Einführung von Peter Zimmerling – für jeden theologisch Interessierten eine wahre Fundgrube an Erkenntnis und Einblick. „Darum ist die Schöpfungsgeschichte in der Kirche allein von Christus her zu lesen und erst dann auf ihn hin; auf Christus hin kann man ja nur lesen, wenn man weiß, dass Christus der Anfang, das Neue, das Ende unserer ganzen Welt ist“.
Schöpfung und Fall nimm seinen Leser mit in das Denken eines der führenden Vertreter der Bekennenden Kirche. Sein Inhalt fördert den Blick auf Christus und ermutigt, auch in Zeiten der Dunkelheit am Licht des Wortes festzuhalten. „Denn dass Gott, der eine Gott ist in der ganzen Heiligen Schrift, mit diesem Glauben steht du fällt die Kirche und die theologische Wissenschaft“.
Mehr Rezensionen auf lesendglauben.de
Eine Theologie, die es in sich hat Kundenmeinung von Susanne Veröffentlicht am 07.07.17
Von Dietrich Bonhoeffer haben wahrscheinlich die meisten schon einmal gehört. Schon in jungen Jahren hat er sehr beeindruckende theologische Abhandlungen verfasst, von denen dies hier nur eine ist. Nachdem es zugegebenermaßen nicht ganz einfach war, mich in das Buch hineinzulesen, war ich doch gefesselt von der ungewohnten, faszinierenden Art, sich mit diesem Bibeltext auseinanderzusetzen. Drei Abschnitte, die wir meinen, zur Genüge zu kennen und durchleuchtet zu haben, und doch lässt Bonhoeffer mich mit dem Gefühl zurück, dass ich keinen Bibeltext jemals mehr als oberflächlich gelesen habe. Er zieht aus den bekannten Worten so viel mehr als das, was normalerweise darüber geschrieben oder geredet wird – und vor allem widerspricht er vielen vorschnellen Schlussfolgerungen, die oft getroffen werden, so aber gar nicht in der Bibel zu finden sind. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch heute sind seine Worte keineswegs angestaubt oder veraltet, sondern sie weisen immer noch auf etwas anderes, jenseits unseres Vorstellungsvermögens hin. Bonhoeffer belässt es aber nicht bei einfachen Erklärungen, sondern geht jedem Wort und jeder Formulierung auf den Grund, so dass ich seinen Ausführungen nur atemlos gefolgt bin. Er schafft es, einen gewissen Bezug herzustellen zwischen dem Bibeltext, seiner Aussage und unserem Leben heute. Wir merken: Das geht auch mich etwas an, das ist nicht etwa nur irgendwann passiert, sondern es hat konkret mit mir zu tun. Ein wahnsinnig weitreichender Text, der weit über normale Bibellektüre hinausreicht und unglaublich viel Stoff zum Nachdenken bietet. Seine Auslegungen haben eine solche inhaltliche Tiefe und weitreichende Konsequenzen für unser Verständnis der Bibel, dass es viel, viel mehr davon geben müsste. Hinzu kommt, dass dieses Buch wirklich auch für theologische Laien verständlich ist, es wimmelt weder von Fremdworten, noch gibt es auch nur eine einzige gelehrte Anmerkung. Trotzdem, oder gerade deshalb sind seine Worte sehr klar. Ich fand es ungemein inspirierend, diese Auslegungen zu lesen, und habe einen großen Respekt vor dem Mann, der das alles so deutlich zu Papier gebracht hat. Ein sehr beeindruckendes Leseerlebnis, von dem ich noch lange etwas haben werde und das ich auch euch nur empfehlen kann.
Dietrich Bonhoeffer - Ein Theologe Kundenmeinung von Sebastian Veröffentlicht am 18.01.17
Bisher war Dietrich Bonhoeffer mir nur als bewundernswerter Widerstandskämpfer im nationalsozialistischen Deutschland bekannt bzw. als Autor des Liedes "Von Guten Mächten".
"Schöpfung und Fall" war das erste theologische Buch, dass ich von Bonhoeffer studiert habe. Und ich muss sagen, keine leichte Kost. Aber ich habe es nicht bereut mich mit seinen Gedanken auseinanderzusetzen. Die etwas umständliche Sprache, die Bonhoeffer hier verwendet, ist wohl auch dem nicht ganz leichten Thema zu verschulden. Vers für Vers kommentiert Bonhoeffer Genesis 1-3, von der Erschaffung der Welt, bis zur Vertreibung aus dem Paradies.

Die Einführung von Peter Zimmerling und die elegante Gestaltung runden das Gesamtpaket ab.
Absolute Kaufempfehlung.

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