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Roter Herbst in Chortitza

Nach einer wahren Geschichte
Audio CD
MP3-CD, Laufzeit ca. 13 Std. 20 Min., ungekürzte Fassung, gelesen von Makke Schneider
Erscheinungsdatum: 07.08.2018
Bestell-Nr.: 198714
ISBN: 978-3-7655-8714-6
EAN: 9783765587146
1. Auflage

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Im Sturm der russischen Revolution
1919. Ein Bürgerkrieg fegt mit aller Gewalt über das zerfallende Zarenreich. Gefangen zwischen den Fronten, finden die beiden Freunde Willi und Maxim ein von Soldaten zurückgelassenes Maschinengewehr. Für Maxim ein Geschenk des Himmels, für Willi die größte Herausforderung seines Glaubens, denn als Sohn mennonitischer Siedler hat er gelernt, jede Form von Gewalt abzulehnen. Eine Zerreißprobe für die Freundschaft der beiden Jungs.

Während Willis Familie in der aufkommenden Sowjetdiktatur ums nackte Überleben und um ihren Glauben kämpft, schlägt sich Maxim ausgerechnet auf die Seite des Regimes. Beide wissen nicht, ob sich ihre Wege je noch einmal kreuzen werden.

Tim Tichatzki blickt in eines der dunkelsten Kapitel europäischer Geschichte, und erzählt zugleich ein Stück eigener Familiengeschichte. Ungemein packend und herzergreifend

Ungekürzte Fassung, gelesen von Makke Schneider
Roter Herbst in Chortitza

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Kundenmeinungen

3 Artikel

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Eine starke Geschichte Kundenmeinung von rotkäppchen1112 Veröffentlicht am 25.07.19
Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Tim Tichatzki hier die Geschichte von russlandsdeutschen Mennoniten. Die Handlung beginnt 1919 nach dem ersten Weltkrieg als die deutschen Truppen das von Mennoniten bewohnte ukrainische Dorf verlassen haben in dem Willi mit seinen Eltern und Geschwistern lebt. Maxim, ein russischer Junge, der außer seinem Vater seine restliche Familie verloren hat wird sein Freund und im Buch sind die Lebenswege dieser beiden beschrieben.
Geschildert werden die Ereignisse, die in der nachfolgenden Zeit über das Dorf Osterwick hereinbrechen. Unfassbar grausame Taten zuerst durch die Machnowzi , einer anarchistischer Guerilla-Armee, später durch die Stalin-Diktatur verübt, machen den Bewohnern des Dorfes und ganz besonders den Deutschen das Leben schwer. Hungersnot und willkürliche Gewalt versetzen die Menschen in Angst und Not. Auch ihren Glauben können sie nicht mehr frei leben.
Während Willi und seine Familie versuchen, auf Gewalt zu verzichten, geht Maxim einen ganz anderen Weg. Er passt sich der Diktatur an und wird selbst Teil des grausamen Regimes. Die beiden verlieren sich aus den Augen, begegnen sich aber nach dem 2. Weltkrieg unter ganz anderen Umständen wieder.
Die Geschichte ist emotional sehr berührend und manchmal musste ich eine Pause beim Hören machen, um das kaum Fassbare zu verarbeiten, was diese Leute an Leid ertragen mussten. Grausam, was Menschen sich gegenseitig antun können.
Noch nie habe ich so detailliert von der Geschichte der Russlandsdeutschen im letzten Jahrhundert gehört. Ich finde, auch das ist ein Teil der deutschen Geschichte, der kaum je ein Thema ist. Loben möchte ich den Sprecher Makke Schneider. Er liest hervorragend.
Das Buch hat mich jedenfalls sehr bereichert und ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen.
Welch ein bemerkenswertes Hörbuch Kundenmeinung von lielo99 Veröffentlicht am 18.06.19
In seiner „Botschaft an die Leser (Hörer) schreibt Tim Tichatzki, dass er mit der Veröffentlichung von Roter Herbst in Chortitza einen Konflikt verbreiten möchte. Und zwar den zwischen dem stillen Erdulden von Ungerechtigkeit und Misshandlung, also dem der konsequenten Verweigerung jeglicher Gewalt. Auf der anderen Seite dann sieht er jene, die in einer Gewaltspirale gefangen sind und sich durch ihre Idole zu unnötigen Taten veranlasst sehen.

Hauptfiguren des Buches Roter Herbst in Chortitza sind Deutsche, die auf Einladung der Zarin Katharina nach Russland kamen. Es sind zahlreiche Mennoniten die in der Ukraine in Ruhe und Frieden ihres Glaubens leben wollten. Zwei Jungen gehören zur Gemeinschaft im Ort Osterwick. Die Geschichte beginnt damit, dass diese beiden, Willi und Maxim, ein Maschinengewehr. Hier zeigt sich schon, wie verschieden die Charaktere der beiden sind. Der eine möchte am liebsten sofort schießen, der andere will mit dem Gewehr nichts zu tun haben und es sofort im Fluss versenken. Maxim gehört nicht zur Glaubensgemeinschaft. Er und sein Vater fanden hier Zuflucht vor Männern, die ihre Familie überfielen und töteten.

Nach dem Ersten Weltkrieg kommt das Zarenreich nicht zur Ruhe. Anhänger des abgesetzten Herrschers kämpfen gegen Andersdenkende und die Soldaten sind brutal. Die gläubigen Mennoniten leiden besonders, da sie immer wieder mutwillig schikaniert werden. Stalin kommt an die Macht und der Zweite Weltkrieg bringt erneut Leid und Tod. Das Leben von Willi und Maxim entwickelt sich ganz unterschiedlich.

Das Hörbuch wird von Makke Schneider gelesen. Für mich präsentiert er das Buch perfekt. Seine Stimme passt sich den Emotionen der Handelnden an und ich fühlte mich sehr oft, als sei bei ihnen. Es lässt mich nachdenklich zurück. Zum einen, weil ich niemals verstehen werde, was Menschen ihren Artgenossen antun. Zum anderen weil ich mir fast sicher bin, dass ich nicht so geduldig wäre, wie viele der hier beschriebenen Gläubigen. Sowohl Buch als auch Hörbuch Roter Herbst in Chortitza verdienen viel mehr Beachtung und sollten häufiger gelesen werden. Besonders jetzt, in einer Zeit, wo Gewalt und Mord leider wieder Akzeptanz erhalten.
Die bewegende Geschichte der Deutschen in Russland Kundenmeinung von Curin Veröffentlicht am 25.05.19
1919: Als der Zar gestürzt wird und die Sowjetdiktatur entsteht, müssen die damals eingewanderten deutschen Mennoniten mit vielen Veränderungen klar kommen, die ihren Glauben oftmals vor große Herausforderungen stellen. In dem Dorf Osterwick hat sich der Junge Willi mit Maxim angefreundet, doch dann geschieht etwas, was alles verändert... .
Der Autor Tim Tichatzki hat sich hier mit einem Stück Geschichte beschäftigt, über welches man leider oft nur sehr wenig hört. Anhand der Erinnerungen seiner Schwiegermutter erzählt er hier das Schicksal einer russlandsdeutschen Familie, die unvorstellbares Leid durchmachen muss, aber stets an ihrem christlichen Glauben festhält.
Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Willi und Maxim, die sich als Kinder in Osterwick kennenlernen, aber deren Lebenswege bald schon in ganz unterschiedliche Richtungen verlaufen.
Gemeinsam mit Willi erlebt man, wie das Dorf von verschiedenen grausamen Ereignissen heimgesucht wird. Neben den Machnowzi, die schreckliche Greueltaten vollbrachten, kamen später die Sowjets, die die Glaubensfreiheit unterdrückten und ohne viele Gründe die Bewohner mit den ,,schwarzen Raben" abholten und hinrichteten.
Willi entwickelt sich im Buch schnell von einem neugierigen und etwas unbeholfenem Jungen zu einem besonnenen Mann, der seiner Familie vorsteht und alles in seiner Macht stehende tut, um sie zu beschützen. Später werden viele Ereignisse auch von seiner ältesten Tochter Greta geschildert, die schon früh als Kind Schlimmes mit ansehen muss, aber dennoch zu einer starken jungen Frau heranwächst und ihrer Mutter eine große Stütze wird.
Maxims Lebensweg geht in einer ganz andere Richtung. Er wird Teil der Sowjetdiktatur und man erlebt aus seiner Sicht, wie grausam die Vollstrecker und Beamten mit den eigenen Bürgern umgehen, aber auch, wie schnell jemand von einem hohen Posten gestürzt werden kann.
Tim Tichatzki beschreibt die Menschen und ihre Lebenssituation sehr anschaulich und detailliert. Es ist ihm auch gut gelungen, die Frage, ob man sich in bestimmten Fällen durch Gewalt selbst schützen darf, immer wieder zu thematisieren und immer wieder zur Sprache zu bringen.
Der Sprecher Makke Schneider hat es von Anfang an geschafft, mit der Kraft in der Stimme die Geschichte zu lesen. Man kann ihm gut zuhören und er spricht auch die einzelnen Figuren mit ihren Akzenten und anderen Eigenheiten sehr gut.
Generell hat mich die Geschichte sehr berührt und oft auch sehr schockiert. Es ist einfach schrecklich, was die Menschen alles durchmachen mussten und zu welchen Gewalttaten einige fähig sind, wenn sie die Macht über andere bekommen. Manchmal habe ich mich beim Hören gefragt, wie viel jemand ertragen kann, ohne selbst zu Grunde zu gehen. Willi und seine Familie jedenfalls erleben den Sturz des Zaren, die Sowjetdiktatur, die Machnowzi, die Flucht nach Deutschland und letztendlich auch die Verbannung nach Sibirien, aber halten an ihrem Glauben fest.
Insgesamt möchte ich dieses Hörbuch an alle weiterempfehlen, die sich für deutsche Geschichte interessieren und/oder vielleicht von ihren Großeltern ähnliche Berichte gehört haben. Hier wird eine Thematik behandelt, über die sonst öffentlich nicht gesprochen wird und daher finde dieses Buch einzigartig und denke, jeder sollte sich einmal damit beschäftigen. Gerne empfehle ich das Hörbuch hier weiter und wünsche ihm noch viele Hörer.

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