Mein Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Daniel, mein jüdischer Bruder

Eine Freundschaft im Schatten des Hakenkreuzes
304 Seiten, gebunden
14 x 21 cm
Erscheinungsdatum: 05.01.2016
Bestell-Nr.: 190947
ISBN: 978-3-7655-0947-6
EAN: 9783765509476
1. Auflage

Verfügbarkeit:
Versandfertig

17,99 €
€ 18,50 (A)

ODER
Starr vor Schrecken sieht Daniel, wie seine Eltern in ein Auto gezerrt und abtransportiert werden. Zitternd kauert er eine Weile hinter dem Schornstein, da sich noch Gestapo im Garten aufhält. Dann rennt er, so schnell er in der Dunkelheit kann, zum Wäldchen.

Als Daniels jüdische Eltern deportiert sind, besorgt ihm Rosalies Familie falsche Papiere und gibt ihn nach ihrem Umzug aufs Land als ihren leiblichen Sohn aus. Trotz der Angst davor, bei der Hitlerjugend entdeckt zu werden, verleben Rosalie und Daniel eine frohe Kindheit. Doch die ist bedroht, als Daniel eines Tages zum Arzt muss und sein Geheimnis entdeckt wird ...
Eine autobiografische Geschichte.

Leserstimme:
Eine berührende Geschichte, ohne moralischen Zeigefinger.
Dekan Christopher Krieghoff, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Franken
Daniel, mein jüdischer Bruder

Cover herunterladen "über Ziel speichern unter" (1,562.2 kB)

190947.jpg

Kundenmeinungen

Kundenmeinungen

5 Artikel

pro Seite
M. Voelk erzählt aus der Sicht eines Kindes die ergreifende Geschichte Kundenmeinung von Rezension in der ekz-Publikation ID bzw. IN 2016/17 Veröffentlicht am 10.05.16
Marianne J. Voelk, geboren 1933 in Nürnberg, Autorin zu Gesundheits- und
Ernährungsthemen, erzählt in ihrem autobiografischen Buch von ihrer Kindheit während der NS-Zeit. Ihre Familie war eng befreundet mit der jüdischen Nachbarsfamilie Rosenholz, deren ebenfalls 1933 geborener Sohn Daniel war ihr ein enger Freund und Spielkamerad.
Doch dessen Kindheit ist alles andere als unbeschwert, zunehmend erleben er und seine Eltern Ausgrenzung und Schikanen. Voelk erzählt vom Alltag der beiden Familien, die nach Erlass der Nürnberger Gesetze das Verbot des Umgangs miteinander umgingen. Als die Rosenholz' kurz vor ihrer Emigration deportiert werden, gelingt Daniel die Flucht. Er findet Aufnahme bei der Familie der Autorin, die aufs Land zieht und ihn mit gefälschten Papieren als Bruder der Autorin ausgibt. Voelk erzählt aus der Sicht eines Kindes die ergreifende Geschichte der beiden Familien in romanhafter Form, durchsetzt mit vielen Dialogen in einer sehr lebendigen Sprache, die in ganz selbstverständlicher Weise von Menschlichkeit und Mut kündet. (2 S)
Die Geschichte nimmt den Leser von Anfang an gefangen Kundenmeinung von M. Lahnstein Veröffentlicht am 02.05.16
Daniel wohnt mit seiner Familie nebenan. Er ist ein paar Wochen jünger als Rosalie und die beiden sind von Geburt an befreundet. Jeden Tag verbringen sie viel Zeit zusammen. Die Familien sind eng befreundet und respektieren einander.
Als die Nazis an die Macht kommen müssen die Familien vorsichtig sein. Und dann geschieht das schreckliche, die Eltern von Daniel werden von der Gestapo verhaftet.

Marianne J. Voelk hat in diesem Buch ihre Kindheitserinnerungen aufgeschrieben und sehr eindringlich geschildert, wie sie die Zeit erlebt hat.
Die Geschichte nimmt den Leser von Anfang an gefangen. Man erlebt die glücklichen Zeit, die Angst und das Kriegsende. Am Ende ist Rosalie 12 Jahre alt. Und genau dieser Erzählstil ist, der mich dieses Buch auch Jugendlichen empfehlen lässt. Es ist verständlich erzählt, ohne das viel erklärt werden muss. Wer nur ein Minimum über die Nazi-Zeit weiß kann in diesem Buch sehr viel über das Leben und die Zwänge erfahren, aber auch viel Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe.
Einfach berührend Kundenmeinung von Nicole Katharina (www.goldkindchen.blogspot.com) Veröffentlicht am 08.04.16
Meine Meinung zum Sachbuch:
Daniel, mein jüdischer Bruder
Eine Freundschaft im Schatten des Hakenkreuzes

Erwartung und Aufmerksamkeit:
Warum ich so hohe Erwartungen an das Buch hatte, diesen Punkt findet ihr auf meinem Blog

Inhalt in meinen Worten:
Marianne erzählt in diesem Buch ihre Geschichte. Die Geschichte die an einem Gewitterigen Pfingsttag beginnt, und durch den Zweiten Weltkrieg führt. Dabei schreibt sie einfühlsam von ihren Begebenheiten und was in ihrem Leben sie prägen durfte.

Wie fand ich dieses Buch?
Ich muss immer noch weinen. Ja dieses Buch ist ein Buch, wo ich ganz klar und ganz viele Taschentücher brauchte.
Obwohl es so wunderschön, einfühlsam und doch ehrlich geschrieben ist, lässt es mich in meinen Gefühlen nicht kalt.
Einerseits lerne ich einige Orte und Dinge im Buch kennen, die ich heute noch gar nicht in Nürnberg entdecken durfte, natürlich gibt es manche Dinge auch gar nicht mehr, andererseits hat Marianne eine Art ihre Geschichte zu erzählen, dass ich nicht gelangweilt bin, nicht denke, dass kenne ich schon, sondern sie bindet mich in ihre Geschichte mit ein.

Was macht dieses Buch aus?
Die Wahrheit! Natürlich in der Sicht von einer Marianne, die ursprünglich Röschen genannt wird.
Auch die Sicht von der Mutter, von Daniel und von den vielen Menschen durfte ich lesen. Und dabei sind mir wirklich jede einzelne Figur in dieser Geschichte, die nicht erfunden ist, wirklich an das Herz gewachsen. Auch öffnete es mir mein Herz für meine Stadt, die ich noch niemals in diesen Augen gesehen habe. Dieses Buch muss ich noch mal lesen und mir alle Orte aufschreiben und sie abgehen, auf die Spuren gehen.
Ich muss auch gestehen, so einige Orte hab ich in diesem Buch glatt bei Google nachgesehen und war erstaunt, was für interessante Dinge in Nürnberg zu finden waren und immer noch zu finden sind. Ein Stein an einer Brücke, der mir schon immer aufgefallen ist, auf dem Weg vom Heiligen Geist Spital hin zum CineCitta Kino steht ein Gedenkstein von der Kirche der Juden, doch noch nie ist mir die Geschichte so nah gegangen wie in diesem Buch. Denn erst jetzt weiß ich was das für ein Stein ist. Für mich also wirklich lehrreich.

Auch fand ich die Geschichte spannend und ich hatte auch immer wieder Gänsehaut. Denn manche Geschichten gingen nur mit einer Portion Glück aus. Wie zum Beispiel als Röschen im Zug sitzt und plötzlich Tiefflieger unterwegs waren und in den Zug geschossen haben, wen nicht eine Frau neben ihr gesessen hätte, wäre es ein Kopfschuss gewesen. So wurde sie bewahrt. Und das war nicht nur ein Grund für Gänsehaut sondern auch eine Heulszene für mich.

Und gerade wegen dieser Situation empfehle ich dieses Buch nicht für Jugendliche unter 14 Jahren. denn es ist wirklich teilweise zwar sehr einfach und leicht verständlich und dennoch die Tragik ist mehr als schwer.

Für mich war wie schon auch erwähnt die Geschichte von Daniel eine Wundergeschichte.
Alles war bereit für die Ausreise nach Amerika, bis auf einmal die NS kommt und das genau am letzten Abend und nimmt die Eltern mit, Eltern die wirklich viel getan haben, einziges Problem, sie waren Juden. Daniel entkommt, und die Mutter von Röschen rettet den Jungen.
Und das in einer Zeit wo das selbst deutschen Menschen den Tod bringen konnte.

Warum ich euch das Buch empfehle?
1) Es ist authentisch
2) Es ist dennoch wunderschön und einfühlsam geschrieben
3) Ich hatte das Gefühl, mitten im Geschehen dabei zu sein.
4) Es zeigte auch, dass es nicht nur die Judenhasser damals gab, sondern auch Menschen, die helfen wollten.

Was mir nicht so gut gefallen hat:
Das ich leider nicht erfahren habe, ob Daniel und Röschen sich jemals wieder gesehen haben.
Das ich auch nicht weiß, ob Daniels Eltern eventuell überlebt haben.

Fazit:
Für mich ist dieses Buch eine Schatz. Eine Perle unter den vielen Büchern, die einfach etwas ganz besonderes, kostbares zu einer schweren Zeit vermittelt.

Sterne:
Nachdem dieses Buch für mich ein April Highlight ist, gibt es natürlich fünf.
Sehr berührend! Kundenmeinung von danzlmoidl Veröffentlicht am 04.03.16
Meine Meinung:
Dieses Buch musste ich erst ein paar Tage sacken lassen, bevor ich mich hier zu einer Rezension entschließen konnte. Es hat mich einfach auf der einen Seite zu sehr berührt und auf der anderen Seite aufgewühlt.
Ich komme (zum Glück) aus einer anderen Zeit und kann überhaupt nicht nachvollziehen, was die Menschen während der Weltkriege mitgemacht haben müssen. Trotzdem verschließe ich meine Augen nicht davor und interessiere mich dafür.
Genau aus diesem Grund hat mich dieses Buch interessiert. Eine Freundschaft zwischen Christen und Juden unter dem Haken-Kreuz erwartet man nicht wirklich.

Das ganze Buch über, musste ich den Kopf schütteln, weil mich die verschiedenen Szenen erschüttert oder gewundert haben. Zum einen, weil das alles so schlimm ist, zum anderen, weil ich es wirklich faszinierend fand, wie die Familien alles gemeistert haben. Da muss man wirklich den Hut ziehen.
Die komplette Geschichte ist ziemlich einfach geschrieben, da aus Rosalies Sicht erzählt wird, wie sie alles miterlebt hat. Ich finde es aber sehr angenehm zu lesen. Gerade dieser Schreibstil hat es geschafft, mir einiges näher zu bringen.
Mir bringt es nichts, tausend Geschichtsbücher zu lesen. Gerade Erlebniserzählungen bringen einem erst wirklich nahe, was genau passiert ist.

Auch wenn meine Rezi ziemlich kurz ausfällt, möchte ich hier nicht mehr schreiben, denn das Buch verdient selbst gelesen zu werden.

Fazit: Unbedingt lesen!
Daniel, mein Jüdischer Bruder - Autobiografische Erzählung einer Freundschaft im Schatten des Hakenkreuzes Kundenmeinung von Minibonsai Veröffentlicht am 28.02.16
Eine Freundschaft im Schatten des Hakenkreuzes - so lautet der Untertitel dieses autobiografischen Werks.
Und das ist es auch, was das Buch ausmacht: zwei befreundete Nachbars-Familien behalten diese Freundschaft auch in der Nazizeit bei. Sie finden Mittel und Wege, sich trotzdem zu besuchen und die Kinder wachsen in enger Freundschaft auf.

Beeindruckend ist der Respekt und die Offenheit der beiden Familien gegenüber der Religion der anderen Familie. Feste werden gemeinsam gefeiert und den Kindern Normalität im Anderssein der Rituale vermittelt.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der Tochter Rosalie (später Marianne genannt) der arischen Familie. Sie beginnt mit den ihr zugetragenen Erzählungen ihrer und Daniel´s Geburt in 1933 und endet nach Kriegsende. Beide Familien sind recht wohlhabend und leben in größeren Häusern mit Angestellten in Nürnberg, die Kinder lernen Instrumente zu spielen. Daniels große Schwester geht zum Studium zu Verwandten in die Schweiz.

Zum Bruder wird Daniel für Rosalie als seine Eltern deportiert werden und er fliehen kann. Rosalies Mutter nimmt Daniel heimlich auf und gibt ihn nach der Evakuierung ins Nürnberger Umland als eigenen Sohn aus. Der Vater von Rosalie wird in Stalingrad vermisst. Es gibt auch brenzlige Situationen durch den "falschen" Sohn, aber glückliche Fügungen helfen immer wieder weiter.

Nach dem Krieg zieht die Mutter mit den Kindern zurück nach Nürnberg und richtet eine Modell-Kleider-Nähstube ein. Uner anderem gibt es engere Kontakte zu einem amerikanischen Colonell, der die Mutter verehrt und die Familie mit Lebensmitteln unterstützt. Als er Daniels Schwester in der Schweiz ausfindig macht, holt sie ihn ab und geht mit ihm nach Amerika. Rosalie/Marianne bleibt traurig und sehnsuchtsvoll zurück und spart Geld um ihn zu besuchen.

Ende ...

Irgendwie ist das Ende für mich keines - ich wüßte gern ob, wann und wie Röschen ihren Daniel wieder sieht. Ob der Vater Stalingrad überlebt hat. Ob die Mutter sich (falls er gefallen ist) sich doch auf den Colonell einlässt. Ob Daniels Eltern im KZ umgekommen sind.
Viel zu viele Fragen bleiben offen - da würde ich mir zumindest einen klärenden Anhang wünschen. Auch die Infos zur Autorin helfen da nicht wirklich weiter - dafür mein Punktabzug, weil ich "unbefriedigt" zurück bleibe.

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten 17,99€
Verlag: Brunnen; Auflage: 1 (15. Januar 2016)
Format: Kindle Edition 14,99€
Dateigröße: 2305 KB
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3765509477
ISBN-13: 978-3765509476

5 Artikel

pro Seite

Ihre Meinung zählt

Sie bewerten den Artikel: "Daniel, mein jüdischer Bruder"